Von "Joker" bis "Downton Abbey": Diese Filme bringt der Herbst

Gleich zwei Clowns dürfen die Psyche erschüttern, denn Pennywise aus „Es“ und der „Joker“ leben sich aus. Fortsetzungen kommen gleich en masse: "Star Wars", "Rambo" und auch der "Terminator“.

Ist er so gut wie Heath Ledger in dieser Rolle? Joaquin Phoenix legt diemal die weiße "Joker"-Schminke auf.
Ist er so gut wie Heath Ledger in dieser Rolle? Joaquin Phoenix legt diemal die weiße "Joker"-Schminke auf.
Ist er so gut wie Heath Ledger in dieser Rolle? Joaquin Phoenix legt diemal die weiße "Joker"-Schminke auf. – (c) Screenshot

Die Freiluftkinos klappen langsam die Leinwände zusammen, auf den Openairsommer folgt der Kinoherbst. Und so rollt die Welle der Blockbuster und nicht zuletzt der weiterhin hochbeliebten Fortsetzungen auf die Cineasten zu. Zumindest ein aufgelegter Publikumshit ist bis Jahresende in diesem Falle auch aus Österreich am Start.

Eine Fortsetzung mit Ansage steht gleich am 6. September ins Haus, wenn "Kapitel 2" der Stephen-King-Horrorverfilmung "Es" in der Regie von Andy Muschietti anläuft. Gruselclown Pennywise mordet hier in Person von Bill Skarsgard wieder munter vor sich hin. Und auch im Schwedenhorror "Midsommar" können sich affine Kinogänger ab 27. September in volkstümlichen, aber doch etwas blutigen Bräuchen suhlen, inszeniert von Genreexperte Ari Aster ("Hereditary").

Gesitteter geht es da bei der Adelsfamilie Crawley auf "Downton Abbey" zu, wenn am 19. September die Kinoversion der erfolgreichen Serie auf die Leinwände kommt. Um ein Familiendrama geht es dann auch ab 20. September in "Ad Astra - Zu den Sternen" - allerdings nicht in der britischen Einschicht, sondern in den Weiten des Weltraums, wenn sich Astronaut Roy (Brad Pitt) auf die Suche nach seinem vor 20 Jahren verschollenen Vater Clifford (Tommy Lee Jones) macht.

Traumatische Erlebnisse hat auch der arme Komiker zu verarbeiten, der später als Batman-Kontrahent "Joker" die Welt unsicher machen sollte. Die Genese hin zum Bösen zeigt gewohnt körperlich aufopfernd Joaquin Phoenix in dieser Comicverfilmung, die ab 11. Oktober im Kino läuft.

Phoenix spielt den erfolglosen Komiker Arthur Fleck, der in der fiktiven Metropole Gotham City zunehmend dem Wahnsinn verfällt. Ebenso dabei sind Robert De Niro, Zazie Beetz und Frances Conroy. Der Comic-Bösewicht war in früheren Filmen unter anderem von Jack Nicholson, Heath Ledger und Jared Leto dargestellt worden. Ob Phoenix' Darstellung an die von Ledger herankommt?

Streichelweicher kommen da die "Cats" daher, die knapp 40 Jahre nach der Premiere des Musicals von Andrew Lloyd Webber nun in etwas eigenartiger Animation angeführt von Judi Dench auf die Leinwand tanzen (25. Dezember).

Ansonsten gilt auch diesen Herbst das altbewährte Kinomotto der vergangenen Jahre: Fortsetzung, Fortsetzung, Fortsetzung. So werden - während Angelina Jolie und Elle Fanning ein weiteres Mal in "Maleficent - Mächte der Finsternis" in der Märchenwelt zu kämpfen haben (17. Oktober) - nicht nur die "Angry Birds" ein zweites Mal wütend (20. September), auch Rambo rastet wieder aus. Mit "Last Blood" (20. September) kehrt der mittlerweile 73-jährige Sylvester Stallone in seiner Paraderolle auf die Leinwand zurück. Schließlich haben Mitglieder eines mexikanischen Drogenrings die Tochter seiner Haushälterin entführt.

Auch das Rambo-Pendant Terminator mischt wieder die Kinosäle auf - bereits zum sechsten Mal. In "Terminator: Dark Fate" (24. Oktober) ist Arnie wieder mit von der Partie, ebenso Linda Hamilton. Schließlich gilt es, den Terminator T-1000 davon abzuhalten, die junge Dani Ramos (Natalia Reyes) umzubringen.

Weniger martialisch dürfte es im Disney-Animationsabenteuer "Die Eiskönigin 2" zugehen, wo Eiskönigin Elsa und nicht zuletzt Schneemann Olaf wieder die Kinderherzen höherschlagen lassen (21. November). Und traditionell kann sich zum Jahresende auch die "Star Wars"-Fangemeinde auf einen neuen Teil des Franchise freuen, wenn dieses Mal "Der Aufstieg Skywalkers" (18. Dezember) unter Regie von J.J. Abrams den Höhepunkt des Krieges zwischen den Rebellen und der Ersten Ordnung zeigt.

Mit etwas geringerem Budget hat da für gewöhnlich das heimische Filmschaffen auszukommen, auch wenn am 24. Oktober durchaus ein absehbarer Publikumserfolg die Leinwände erreicht. Mit "Ich war noch niemals in New York" bringt auch Österreich seine Musicalverfilmung ins Kino, wobei Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu und Michael Ostrowski die Lieder von Udo Jürgens in der Regie von Philipp Stölzl interpretieren.

Auch die Verfilmung von Daniel Glattauers Internetbriefroman "Gut gegen Nordwind" (13. September) mit Nora Tschirner und Alexander Fehling ist auf breites Interesse angelegt.

Einen spezielleren Duktus hat die in Wien lebende Exilsyrerin Sara Fattahi in ihrem dreischichtigen Kriegsessay "Chaos", das im Vorjahr in Locarno ausgezeichnet wurde (4. Oktober). Ebenfalls preisgekrönt ist Jessica Hausners bildstarke Dystopie "Little Joe", die Cannes-Gewinnerin Emily Beecham ab 1. November in der Rolle einer Agrarwissenschafterin zeigt. Und mit mächtigen Bildern arbeitet auch Jungregisseur Gregor Schmidinger bei seiner Angstparabel "Nevrland" (13. September) rund um den 17-jährige Jakob (Simon Frühwirth). Karl Markovics setzt bei seiner dritten Regiearbeit "Nobadi" hingegen auf ein symbolhaftes Kammerspiel als Parabel auf den Umgang mit Flüchtlingen (4. Oktober). Bessere Laune verbreitet da der sonst eher dem Kritischen zugewandte Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer mit "But Beautiful" (15. November), wenn er sich auf die Suche nach positiven Lebensmodellen und Zukunftsprojekten macht. Da kann Weihnachten dann ja kommen.

 

(APA)

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