Künstler und Animationsfilmer Robert Breer tot

Der US-Filmemacher und Maler war einer der bedeutendsten Avantgarde-Regisseure.

Seine Filme hatten so simple Titel wie 69 oder Fuji oder SwissArmy Knife with Rats and Pigeons, bestanden aus einfachen Zeichnungen und gelegentlichen Kadern „echter“ Filmbilder – aber das Werk des US-Künstlers Robert Breer zählt zu den transformativen Erlebnissen der Kinogeschichte.

Der 1926 geborene Sohn eines Autodesigners begann als Maler, bewegte sich im Nachkriegs-Paris im Umfeld der Mondrian-Schüler, sattelte dann auf Film um: Die freie Linienführung seiner Animationen erinnerte an Paul Klee, Breer genügten minimale Mittel und ungewöhnliche Rhythmen, um neue Verhältnisse zwischen Abstraktion und Wirklichkeit auszuloten. Breer arbeitete mit bedeutenden Künstlern vieler Fächer, etwa Claes Oldenburg und Karlheinz-Stockhausen. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Breer letzten Freitag verstorben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2011)

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