Frances McDormand: Mit rüpelhaftem Benehmen zum zweiten Oscar

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Frances McDormand (60) ging als Favoritin auf den Academy Award in der Hauptdarstellerinnen-Kategorie ins Rennen. In "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" spielt sie eine Mutter, die mit Provokationen für Gerechtigkeit kämpft. Wohl nie zuvor durfte sie in einem Film so viel fluchen.

(c) imago/ZUMA Press (Fox Searchlight Pictures)
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Die US-Amerikanerin gehört seit ihrer, ebenfalls mit dem Oscar prämierten, Leistung in "Fargo" (1996) zu den renommiertesten (und sicherlich mutigsten) Schauspielerinnen. Und hat damit nun ihren zweiten Oscar erobert.

(c) imago/United Archives (imago stock&people)
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Gleich mit ihrem ersten Film "Blood Simple" (1984), dem ersten Film der Coen-Brüder, gelang ihr in der Rolle der untreuen Ehefrau der Durchbruch.

(c) imago/Cinema Publishers Collecti
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In "Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses" (1988) spielte sie zusammen mit Gene Hackman und Willem Dafoe. Als eingeschüchterte Ehefrau eines Polizisten und Ku-Klux-Klan-Mitgliedes erhielt sie dafür eine erste Oscar-Nominierung.

(c) imago/United Archives (imago stock&people)
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In "Darkman" (1990) spielte Francis McDormand die Freundin eines brillanten Wissenschaftlers (Liam Neeson), dem es gelungen ist, synthetische Haut herzustellen.

(c) imago/United Archives (imago stock&people)
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In "Fargo" (1996) spielte sie die hochschwangere Polizistin Marge Gunderson, die in einem verschneiten amerikanischen Provinznest drei Morde aufklären soll.

(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Sie war außerdem Teil des gefeierten Ensembles in Robert Altmans Film "Short Cuts" (1993) und spielte die Psychologin in "Zwielicht" (1996) sowie die heimliche Geliebte eines Collegeprofessors in "Die Wonder Boys" (im Bild mit Michael Douglas, 2000).

(c) imago/United Archives (imago stock&people)
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In "Miss Pettigrews großer Tag" (2008) spielte sie ein Kindermädchen, das innerhalb kürzester Zeit mehrere Male entlassen wird. Übrigens: Sie lebt mit Joel Coen zusammen in New York City, sie adoptierten 1994 ein Kind aus Paraguay.

Wen stach sie aus, um ihren zweiten Oscar zu gewinnen?

(c) imago/Cinema Publishers Collecti
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Am ehesten war ihr noch die sympathische Britin Sally Hawkins (41) dicht auf den Fersen.

(c) imago/UPI Photo (JIM RUYMEN)
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Sie war Teil des Ensembles von Guillermo del Toros "Shape of Water". Allerdings hatte der Film kürzlich für negative Schlagzeilen gesorgt - gab es doch eine Plagiatsklage gegen Regisseur del Toro. Hawkins spielte in dem Film eine stumme Putzkraft in einer US-Regierungseinrichtung.

2018 Twentieth Century Fox
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Ihre erste größere Filmrolle hatte Hawkins 2002 in "All or Nothing". 2007 spielte sie in Woody Allens "Cassandras Traum", ein Jahr später eine gut gelaunte Lehrerin in "Happy-Go-Lucky" - dafür wurde sie vielfach ausgezeichnet. Und für die Rolle der Ginger in Woody Allens "Blue Jasmine" wurde Sally Hawkins als Beste Nebendarstellerin bei den Oscars 2014 nominiert.

Kürzlich war sie auch im wunderbaren zweiten Teil des Kinderfilms "Paddington" (Bild) zu sehen.

Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin arbeitet Hawkins auch als Autorin für Comedy-Serien.

(c) Imago
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Die Grande Dame Hollywoods, Meryl Streep (68), kommt mit ihrer bereits 21. Nominierung - und der 17. in der Hauptrollen-Kategorie - zur Oscar-Nacht.

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In Steven Spielbergs "Die Verlegerin" spielt sie gewohnt elegant - wiewohl eine Auszeichnung eher überraschend kommen würde. Der Film erzählt von der Enthüllung der Pentagon-Papiere – und taugt als Pressefreiheitsthriller wie auch als Emanzipationsdrama.

(c) Universal Pictures
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Weiters nominiert war Margot Robbie (27), die in "I, Tonya" die Eiskunstläuferin Tonya Harding spielte.

Zur Erinnerung: Tony Harding kam wegen des Attentats auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan 1994 in die Schlagzeilen. Regisseur Craig Gillespie setzte für sein Biopic auch auf Klassengegensätze und brachte dank seines Ensembles - neben Robbie vor allem auch die als beste Nebendarstellerin nominierte Allison Janney - viel Emotion in eine ohnehin schon aufgeladene Geschichte.

(c) imago/ZUMA Press (Erick Madrid)
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Die Irin Saoirse Ronan (23) durfte sich in Greta Gerwigs Regiedebüt "Lady Bird" (insgesamt fünf Mal nominiert) so richtig ausleben und eine Coming-of-Age-Story par excellence hinlegen. Wo ihre großartige Leistung in "Brooklyn" noch eher von Zurückhaltung und feinen Gesten geprägt war, zeigte die frisch gebackene Golden-Globe-Gewinnerin diesmal eine schräge, dafür höchst selbstbestimmte Seite.

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