Die Gewinner: Pointen, Emotionen, Lob und Tadel

Emotionale Momente, auffällige Veränderungen und vor allem Siege und Niederlagen bei der diesjährigen Oscar-Verleihung.

Die emotionalste Dankesrede bei den Oscars 2019 hielt wohl die britische Schauspielerin Olivia Colman, die bis dato vor allem in TV-Rollen (wunderbar: "Broadchurch") überzeugte. Für ihre Darstellung der instabilen Königin Anne in "The Favourite" wurde sie mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

AFP

BESTE HAUPTDARSTELLERIN

"Das ist wirklich eine stressige Situation", sagte Colman dann auf der Bühne. Dass sie sich auch gegen Glenn Close, die bei ihrer siebenten Nominierung zum siebenten Mal leer ausging, durchsetzte, machte der Britin ein schlechtes Gewissen.

Mit ihrem Spruch "das wird nicht wieder passieren", erntete die sichtlich überwältigte Colman Lacher.

(c) Reuters (MATT PETIT)

BESTER FILM

Das nicht unumstrittene Rassismus-Roadmovie "Green Book" hat überraschend den Oscar für den besten Film gewonnen. Aber nicht nur in der Hauptkategorie gab es die begehrte Statuette ...

Imago

BESTER NEBENDARSTELLER

Bereits vor zwei Jahren hatte Mahershala Ali den Oscar als bester Nebendarsteller für "Moonlight" gewonnen. Nun also wieder: In seiner Dankesrede betonte er, er sei überzeugt, die "Essenz" des von ihm dargestellten Don "Doc" Shirley im Rassismus-Drama "Green Book" getroffen zu haben. Zuvor war der Film von der Familie Shirleys kritisiert worden.

(c) AFP

"Green Book" handelt von Rassismus und einer ungewöhnlichen Freundschaft. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte des afroamerikanischen Jazzpianisten Don Shirley und seines einfach gestrickten Chauffeurs ist geprägt von leichten wie dunklen Momenten.

Auch den Preis für das beste Original-Drehbuch bekam der Film.

(c) imago/Prod.DB (Universal - Participant Media -)

BESTE REGIE

Weniger überraschend war der Regie-Oscar für Alfónso Cuaron ("Roma"), der vor allem seinen Hauptdarstellerinnen dankte.

(c) AFP

BESTER FREMDSPRACHIGER FILM, BESTE KAMERA

"Sie sind wahrhaftig der Film", sagte der Regisseur über die Hauptdarstellerinnen. Cuarons Film wurde auch in der Kategorie bester fremdsprachiger Film und für seine Kameraarbeit mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Das Meisterwekt ist übrigens ein Schwarz-Weiß-Film.

AFP

BESTES MAKE-UP

Christian Bale war für seine Rolle in "Vice" - er spielt den ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney stilecht mit Halbglatze und etlichen Kilos mehr auf den Hüften - als bester Hauptdarsteller nominiert. Schließlich bekam der Film den Oscar für das beste Make-up.

(c) imago/ZUMA Press (Annapurna Pictures)

Bei der Gala sah Bale dann wieder so aus.

BESTER HAUPTDARSTELLER

Rami Malek konnte als Queen-Sänger Freddie Mercury  nicht nur die Kritiker und Zuschauer, sondern auch die Jury überzeugen. Der 37-Jährige, den man bis dato allen voran aus Sam Esmails Hackerserie "Mr. Robot" kannte, spielte sich mit dem Musik-Biopic in die erste Liga Hollywoods. Nun hat er für seine Rolle in "Bohemian Rhapsody" den Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen.

(c) Reuters

In dem Film, der nicht jedes historische Detail ganz genau nahm, überzeugte Malek mit einem intensiven Spiel, für das er sich jede Bewegung Mercurys einverleibte. Höhepunkt ist dabei der "Live Aid"-Auftritt der Band von 1985, der minutiös nachgestellt wurde.

(c) imago/ZUMA Press (Twentieth Century Fox)

BESTER SONG

Lady Gaga und Bradley Cooper (Regisseur und Hauptdarsteller des Films "A Star Is Born“) sangen auch bei der Gala im Duett das Lied „Shallow“. Bei den Darstellerpreise gingen sie leer aus, „Shallow“ gewann aber den Award für den besten Filmsong des Jahres.

(c) AFP

BESTE NEBENDARSTELLERIN

"God ist good all the time", sagte die mit den Tränen kämpfende Regina King zum Abschluss ihrer Rede, in der sie neben Gott vor allem ihrer Mutter dankte. Sie wurde als beste Nebendarstellerin in „If Beale Street Could Talk“ von Regisseur Barry Jenkins ausgezeichnet. Sie spielte darin eine Mutter, die verzweifelt um das Familienglück ihrer jungen Tochter kämpft.

(c) Reuters

MUSIK, KOSTÜME, SZENENBILD

Drei Oscars gingen übrigens auch an den Action-Blockbuster "Black Panther" - allerdings nur in Nebenkategorien: Beste Musik, bestes Kostümdesign, bestes Szenenbild.

(c) Walt Disney Studios

Den Preis fürs Kostümdesign präsentierte Melissa McCarthy. In ihrem Kleid hingen unzählige Stoffhasen - eine Anspielung auf Queen Anne in "The Favourite". Mit stoischer Mine verkündete sie, dass es beim Kostümdesign auch wesentlich darum gehe nicht von der Geschichte abzulenken.

(c) AFP
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Die emotionalste Dankesrede bei den Oscars 2019 hielt wohl die britische Schauspielerin Olivia Colman, die bis dato vor allem in TV-Rollen (wunderbar: "Broadchurch") überzeugte. Für ihre Darstellung der instabilen Königin Anne in "The Favourite" wurde sie mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

AFP

BESTE HAUPTDARSTELLERIN

"Das ist wirklich eine stressige Situation", sagte Colman dann auf der Bühne. Dass sie sich auch gegen Glenn Close, die bei ihrer siebenten Nominierung zum siebenten Mal leer ausging, durchsetzte, machte der Britin ein schlechtes Gewissen.

Mit ihrem Spruch "das wird nicht wieder passieren", erntete die sichtlich überwältigte Colman Lacher.

(c) Reuters (MATT PETIT)

BESTER FILM

Das nicht unumstrittene Rassismus-Roadmovie "Green Book" hat überraschend den Oscar für den besten Film gewonnen. Aber nicht nur in der Hauptkategorie gab es die begehrte Statuette ...

Imago

BESTER NEBENDARSTELLER

Bereits vor zwei Jahren hatte Mahershala Ali den Oscar als bester Nebendarsteller für "Moonlight" gewonnen. Nun also wieder: In seiner Dankesrede betonte er, er sei überzeugt, die "Essenz" des von ihm dargestellten Don "Doc" Shirley im Rassismus-Drama "Green Book" getroffen zu haben. Zuvor war der Film von der Familie Shirleys kritisiert worden.

(c) AFP

"Green Book" handelt von Rassismus und einer ungewöhnlichen Freundschaft. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte des afroamerikanischen Jazzpianisten Don Shirley und seines einfach gestrickten Chauffeurs ist geprägt von leichten wie dunklen Momenten.

Auch den Preis für das beste Original-Drehbuch bekam der Film.

(c) imago/Prod.DB (Universal - Participant Media -)

BESTE REGIE

Weniger überraschend war der Regie-Oscar für Alfónso Cuaron ("Roma"), der vor allem seinen Hauptdarstellerinnen dankte.

(c) AFP

BESTER FREMDSPRACHIGER FILM, BESTE KAMERA

"Sie sind wahrhaftig der Film", sagte der Regisseur über die Hauptdarstellerinnen. Cuarons Film wurde auch in der Kategorie bester fremdsprachiger Film und für seine Kameraarbeit mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Das Meisterwekt ist übrigens ein Schwarz-Weiß-Film.

AFP

BESTES MAKE-UP

Christian Bale war für seine Rolle in "Vice" - er spielt den ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney stilecht mit Halbglatze und etlichen Kilos mehr auf den Hüften - als bester Hauptdarsteller nominiert. Schließlich bekam der Film den Oscar für das beste Make-up.

(c) imago/ZUMA Press (Annapurna Pictures)

Bei der Gala sah Bale dann wieder so aus.

BESTER HAUPTDARSTELLER

Rami Malek konnte als Queen-Sänger Freddie Mercury  nicht nur die Kritiker und Zuschauer, sondern auch die Jury überzeugen. Der 37-Jährige, den man bis dato allen voran aus Sam Esmails Hackerserie "Mr. Robot" kannte, spielte sich mit dem Musik-Biopic in die erste Liga Hollywoods. Nun hat er für seine Rolle in "Bohemian Rhapsody" den Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen.

(c) Reuters

In dem Film, der nicht jedes historische Detail ganz genau nahm, überzeugte Malek mit einem intensiven Spiel, für das er sich jede Bewegung Mercurys einverleibte. Höhepunkt ist dabei der "Live Aid"-Auftritt der Band von 1985, der minutiös nachgestellt wurde.

(c) imago/ZUMA Press (Twentieth Century Fox)

BESTER SONG

Lady Gaga und Bradley Cooper (Regisseur und Hauptdarsteller des Films "A Star Is Born“) sangen auch bei der Gala im Duett das Lied „Shallow“. Bei den Darstellerpreise gingen sie leer aus, „Shallow“ gewann aber den Award für den besten Filmsong des Jahres.

(c) AFP

BESTE NEBENDARSTELLERIN

"God ist good all the time", sagte die mit den Tränen kämpfende Regina King zum Abschluss ihrer Rede, in der sie neben Gott vor allem ihrer Mutter dankte. Sie wurde als beste Nebendarstellerin in „If Beale Street Could Talk“ von Regisseur Barry Jenkins ausgezeichnet. Sie spielte darin eine Mutter, die verzweifelt um das Familienglück ihrer jungen Tochter kämpft.

(c) Reuters

MUSIK, KOSTÜME, SZENENBILD

Drei Oscars gingen übrigens auch an den Action-Blockbuster "Black Panther" - allerdings nur in Nebenkategorien: Beste Musik, bestes Kostümdesign, bestes Szenenbild.

(c) Walt Disney Studios

Den Preis fürs Kostümdesign präsentierte Melissa McCarthy. In ihrem Kleid hingen unzählige Stoffhasen - eine Anspielung auf Queen Anne in "The Favourite". Mit stoischer Mine verkündete sie, dass es beim Kostümdesign auch wesentlich darum gehe nicht von der Geschichte abzulenken.

(c) AFP
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