Masur will nicht mehr in Essener Philharmonie spielen

Nach der Entlassung des Indentanten Michael Kaufmann will Dirigent Kurt Masur die Essener Philharmonie meiden. Für ihn ist Kaufmann "der fähigste und wertvollste Intendant, den es in Deutschland gibt".

(c) AP (Sigi Tischler)

Nach der Entlassung des Essener Philharmonie-Intendanten Michael Kaufmann will der renommierte Dirigent Kurt Masur in dem Haus nicht mehr spielen. "Ich bin entsetzt über die plötzliche Entlassung von Michael Kaufmann. Michael Kaufmann ist der fähigste und wertvollste Intendant, den es in Deutschland gibt. Ich werde die Essener Philharmonie nicht mehr betreten, bis der Fall zugunsten von Michael Kaufmann entschieden ist", teilte Masur am Donnerstag in einer schriftlichen Erklärung mit.

Der weltbekannte Musiker sollte am 7. Dezember mit dem Amsterdamer Konzert-Orchester Dvoraks Symphonie "Aus der Neuen Welt" dirigieren. Für den Nachmittag sei das Haus bereits ausverkauft, sagte eine Sprecherin der Essener Theater- und Philharmonie GmbH. Weitere Kommentare wollte sie nicht abgeben.

Kaufmann war am Montagabend fristlos entlassen worden, weil er seinen Etat in zwei Jahren um insgesamt 1,5 Millionen Euro überzogen hatte. Die Entscheidung stieß bei Sponsoren und Teilen der Öffentlichkeit auf Kritik.

(Ag.)

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