Konzerthaus: Nackte Klänge statt tönender Gestalten

Kritik Saisoneröffnung. Die Wiener Philharmoniker unter Daniel Harding deuteten Mahlers Sechste nicht als Seelendrama, sondern streng abstrakt.

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Daniel Harding. – (c) imago/SKATA (imago stock&people)

Niederschmetternd, so wirken die stärksten Aufführungen von Mahlers gewaltiger 6. Symphonie, der sogenannten „Tragischen“. Daniel Harding jedoch bringt das Werk, bewusst oder unbewusst, anders zuwege – fast möchte man sagen: zur Strecke. Nach Gastspielen in Grafenegg, London und Luzern waren die Philharmoniker kurz heimgekehrt und eröffneten nun die 105. Saison des Konzerthauses mit ihrer Mahler-Lesart, tags darauf ging es nach Köln; bei einigen Konzerten dieser Tournee wurde die Sechste auch noch von einer Suite aus „Pelléas et Mélisande“ einbegleitet: eine Art Probelauf für die Staatsopernaufführungen von Debussys Oper im Oktober unter Hardings Leitung.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2017)

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