Dirigent Dutoit verlässt RPO nach Vorwürfen sexueller Übergriffe

Vier Frauen beschuldigen den 81-Jährigen Chefdirigenten des Royal Philharmonic Orchestras in London, übergriffig geworden zu sein.

Charles Dutoit 2016.
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Charles Dutoit 2016.
Charles Dutoit 2016. – (c) imago/Agencia EFE (imago stock&people)

Der Schweizer Dirigent Charles Dutoit tritt per sofort von seinen Funktionen als künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Royal Philharmonic Orchestra in London zurück. Grund dafür sind die Vorwürfe sexueller Übergriffe, die mehrere Frauen gegen den 81-Jährigen erhoben haben.

Ursprünglich wollte der Schweizer erst 2019 zurücktreten, doch am Mittwoch teilte das Orchester in London mit, sein Rücktritt sei vorgezogen worden. Diese Entscheidung habe man "gemeinsam" getroffen, nachdem sich die Orchesterleitung zu einer dringenden Sitzung und einem eingehenden Gespräch mit dem Dirigenten getroffen habe, hieß es weiter.

Charles Dutoit streitet die Vorwürfe gegen ihn, die im Dezember publik geworden waren, kategorisch ab. Drei Sängerinnen und eine Musikerin werfen dem Dirigenten vor, sie zwischen 1985 und 2010 bedrängt zu haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe kündigten Orchester in den USA, Kanada und Australien die Zusammenarbeit auf.

 

(APA/sda/ap)

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