Staatsoper

André Chéniers rhythmischer Bruder

Kritik Gottfried von Einems jugendliche Genieprobe, die Büchner-Oper "Dantons Tod", kehrte zum 100. Geburtstag des Komponisten zurück. Das ist ein effektsicheres Repertoirestück, in dem endlich auch der Chor eine Hauptrolle spielt.

Der Staatsopernchor hat seine große Stunde: hier mit Lydia Rathkolb und Wolfgang Bankl.
Der Staatsopernchor hat seine große Stunde: hier mit Lydia Rathkolb und Wolfgang Bankl.
Der Staatsopernchor hat seine große Stunde: hier mit Lydia Rathkolb und Wolfgang Bankl. – (c) Michael Poehn

Es ist ein großer Abend des Chors. Zu Recht bekamen die Damen und Herren des singenden Personals der Staatsoper nach dieser Premiere ihre „Solovorhänge“. Nicht viele Opern integrieren die Vox populi so zwingend in die Handlung wie Gottfried von Einems „Dantons Tod“. Wer einen Chor hat, der sich – unterstützt von einer exquisiten Komparserie – mit der Spiellaune einer Ballettcompagnie darauf einlässt, der es versteht, seinen Part mit Durchschlagskraft und Differenzierungskunst zu einer Hauptrolle zu machen, hat schon gewonnen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2018)

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