Konzerthaus: So wirken Brahms-Lieder nie bieder

KritikChristian Gerhaher mit „Die schöne Magelone“ im Konzerthaus.

Christian Gerhaher (Archivbild).
Christian Gerhaher (Archivbild).
Christian Gerhaher (Archivbild). – (c) imago/Xinhua (Luo Huanhuan)

Schwülstig und bieder – der einzige Liederzyklus von Johannes Brahms, „Die schöne Magelone“ nach Ludwig Tieck, läuft stark Gefahr, so zu wirken, vor allem durch die Zwischentexte Tiecks. Dies erkannte auch Bariton Christian Gerhaher, der einer Aufführung des gesamten Zyklus anfänglich ablehnend gegenüberstand. Zum Glück kam dies dem deutschen Schriftsteller Martin Walser, einem Gerhaher-Fan, zu Ohren: Er aktualisierte die Tieck'schen Zwischentexte, mehr noch, er versetzte sie mit trockenem Humor und Ironie. Das machte die Aufführung im Mozartsaal auch auf textlicher Ebene zum unterhaltsamen Erlebnis.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.04.2018)

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