Konzerthaus: Sturm, Drang und Tradition

KritikDaniil Trifonov beschloss, begleitet vom Concertgebouw-Orchester, seine Personale fulminant mit Prokofieff.

Daniil Trifonov.
Daniil Trifonov.
Daniil Trifonov. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Daniil Trifonov füllt schon nach wenigen Jahren seiner Karriere mühelos große Säle. Technisch scheint er keine Grenzen zu kennen. Je komplexer eine Partitur, je schwieriger ihr manueller Anspruch, umso wohler scheint er sich zu fühlen. Bei Prokofieffs Drittem Klavierkonzert schien der 27-Jährige den ersten Einsatz kaum erwarten zu können, stürzte sich mit ungezügeltem Temperament in den von vorwärts drängender Motorik bestimmten Stirnsatz, kostete seine zahlreichen technischen Vertracktheiten mit Bravour und sichtbarer Freude an gleißender Virtuosität aus. Die schillernde Poesie dieses mitreißenden Opus drängte er in der Hintergrund. Der Interpretation des Variationensatzes wäre weniger Aufgeregtheit gut angestanden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2018)

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