In Klagenfurt taucht Dvořáks „Rusalka“ auf

KritikIn Kärnten singen Nixen Tschechisch, und den Waldsee muss man sich in einem Kunstmuseum imaginieren.

(c) Karlheinz Fessl

Die Tatsache, dass die Märchenoper „Rusalka“ sozusagen gleichzeitig mit Sigmund Freuds „Traumdeutung“ entstanden ist, führt dazu, dass dieses Stück vermutlich nie wieder in einem entsprechend bilderbuchartigen Ambiente zu sehen sein wird. Es ist noch ein Glück, wenn eine Regisseuse wie Eva-Maria Höckmayr die Handlung nicht in einem Irrenhaus oder einer Fischkonservenfabrik ansiedelt, sondern – wie gerade modisch – in einer Gemäldegalerie. Da hängen Wald, See und Mondlicht, aber auch die Ballszene des Mittelakts zumindest an den Wänden (Bühne: Julia Rösler).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2018)

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