Christian Thielemann: „Spielen wir's doch, wie es in den Noten steht“

Christian Thielemann dirigiert als „Berliner in Wien“ zum ersten Mal das Neujahrskonzert der Philharmoniker und hinterfragt mit den Musikern gemeinsam die Aufführungspraxis. Dabei haben sie allerlei Entdeckungen gemacht.

Entspannt soll das ganze Strauß-Konzert klingen, wenn Christian Thielemann es leitet. Enervierende Probenarbeit ist nur für die TV-Regie vonnöten.
Entspannt soll das ganze Strauß-Konzert klingen, wenn Christian Thielemann es leitet. Enervierende Probenarbeit ist nur für die TV-Regie vonnöten.
Entspannt soll das ganze Strauß-Konzert klingen, wenn Christian Thielemann es leitet. Enervierende Probenarbeit ist nur für die TV-Regie vonnöten. – APA/HANS PUNZ

„Man freut sich auf jede Probe mit der Band“, sagt Christian Thielemann, und niemand würde ihm böse sein, dass er unsere Philharmoniker als „Band“ bezeichnet. Man weiß, wie er's meint. Berliner Schnauze in Wien? Dass das nicht funktionieren könnte, ist ja ein böswilliges Gerücht. Nicht erst seit der Landnahme des 59-jährigen Dirigenten. Thielemann hat das Wiener Orchester im Sturm genommen, und das Publikum dazu.

Fast 20 Jahre ist das her; seitdem ist er für einen beträchtlichen Teil der Wiener Musikfreunde, die philharmonischen Musiker eingeschlossen, die unangefochtene Nummer eins auf der Dirigentenrangliste. Nun dirigiert der Favorit von Publikum und Orchester erstmals das Neujahrskonzert, ein Ereignis, das seit Langem nicht mehr in Wiener Hand ist, zumindest nicht, was den Mann am Pult angeht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.12.2018)

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