Da kann Wien keiner dreinreden

Woran, wenn nicht an Aufführungen von Mozarts Da-Ponte-Opern sollte abzulesen sein, wie es um die Ensemble-Kultur im heimischen Opernleben bestellt ist?

Jongmin Park und Olga Bezsmertna: Figaro und Gräfin aus dem Ensemble auf Festspielniveau.
Jongmin Park und Olga Bezsmertna: Figaro und Gräfin aus dem Ensemble auf Festspielniveau.
Jongmin Park und Olga Bezsmertna: Figaro und Gräfin aus dem Ensemble auf Festspielniveau. – Staatsoper/M. Pöhn

Die Staatsoper demonstriert, was das mittlerweile nur noch in Wien wirklich extensiv gepflegte Repertoiresystem kann: Die Zeit zwischen illustren Stargastspielen in italienischen Straßenfegern füllt man mit Aufführungsserien von Mozart-Opern. Die galten in früheren Zeiten als wichtigste Trumpfkarte wienerischer Musiktheaterkultur. Dann kamen Jahre der Vernachlässigung, bis man den viel gerühmten Mozart-Stil nur noch vom Hörensagen kannte. Dass das Staatsopern-Ensemble wieder einmal imstande sein könnte, Mozart auf allerhöchstem Niveau quasi im Alleingang aufzuführen, hätte man sich noch vor zehn Jahren nicht träumen lassen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.03.2019)

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