Thielemann und eine kurzweilige Ewigkeit

Kritik Jubel für die Philharmoniker mit Bruckners Zweiter und einer Novität.

Christian Thielemann
Christian Thielemann
Christian Thielemann – APA/HANS PUNZ

Es hat eine Weile gedauert, in mehrerlei Hinsicht. Zum einen erweisen sich im Fall der frühen Symphonien Anton Bruckners die philharmonische Aufführungspraxis und damit auch die greifbaren Tondokumente als nicht so reichhaltig, wie es wünschenswert wäre: Hätte nicht Riccardo Muti 2016 in Salzburg die Zweite geleitet (der Mitschnitt wurde veröffentlicht), müsste man in den Annalen bis 1973 zurückblättern, um auf eine offizielle Produktion der Wiener Philharmoniker dieses Werks zu stoßen. Wenn sie nun unter Christian Thielemann eine Gesamtaufnahme der Bruckner-Symphonien angehen, ihre erste mit einem einzigen Dirigenten, dann ist das gewiss ein Meilenstein in der von gegenseitiger Hochachtung geprägten Zusammenarbeit.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.04.2019)

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