Rigolettos bebendes Herz

Staatsoper. Begeisterung für Verdis „Rigoletto“: Nicht alles gelingt, aber manches klingt außergewöhnlich – besonders bei Joseph Calleja.

Joseph Calleja.
Joseph Calleja.
Joseph Calleja. – (c) imago/i Images (Mark Thomas / i-Images)

Ältere Opernfreunde singen gerne das Klagelied, dass die Stimmen heute generell viel schwerer zu identifizieren seien als früher. Da mag etwas Wahres dran sein – besonders, wenn man zugibt, dass es neben manch außergewöhnlichem Timbre mitunter auch technische Mängel waren, die ein Wiedererkennen erleichtert haben. Nun will es der Zufall, dass sich aktuell etliche prominente Angehörige der Spezies Tenor eklatant voneinander unterscheiden: Den kehlig-dunklen Bronzeton Jonas Kaufmanns und Klaus Florian Vogts knabenhaft helle Durchschlagskraft wird niemand so rasch verwechseln – und die Fans teilen sich in unversöhnliche Lager wie jene von Austria und Rapid.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.05.2019)

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