Ein unverdorbener „Macbeth“ in der Staatsoper

KritikDer kultivierte George Petean traf auf die ungezügelte Tatiana Serjan.

(c) Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Blutwolken und Rauchschwaden waberten über der Betonburg – und wie gegen Ende des Vorspiels die Klarinette in ausdrucksvoll suchenden Sechzehnteln voran ins Seelen- und Bühnendunkel von Verdis „Macbeth“ tappte, schien ein schönes Versprechen für den Abend. Doch dieses blieb uneingelöst: Da konnte James Conlon mit noch so deutlicher Zeichengebung und frischen Tempi die Lebensgeister zu wecken versuchen, es blieben Irritationen: schleppende Hexen, wackelnde Akkorde, auseinanderstrebende Begleitrhythmen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.05.2019)

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