Der Tod, das Nichts und ihre Verklärung

Kritik Bei den Salzburger Festspielen verstörten Asmik Grigorian, Matthias Goerne und Franz Welser-Möst.

Franz Welser-Möst harmonisiert Wagner, Strauss und Schostakowitsch.
Franz Welser-Möst harmonisiert Wagner, Strauss und Schostakowitsch.
Franz Welser-Möst harmonisiert Wagner, Strauss und Schostakowitsch. – Salzburger Festspiele/Marco Borrelli

Ein netter musikalischer Aperitif vor dem Lunch in der Blauen Gans war das nicht. Der Tod grinste im Festspielhaus, und anders als beim „Jedermann“ gab kein Glaube Pardon. Dabei begann die von Franz Welser-Möst dramaturgisch bestechend arrangierte Programmfolge mit verheißungsvollen Erlösungstönen: Wagners „Parsifal“-Vorspiel fasst das Abendmahlsbekenntnis zur Liebe, die inneren und äußeren Widrigkeiten auf den menschlichen Irrwegen dorthin und (im angehängten Konzertschluss) eine Vision des finalen „Erlösung dem Erlöser“ in ein Tongedicht, das die Wiener Philharmoniker in all seiner Klangsinnlichkeit zauberisch schweben ließen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2019)

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