Herbstsonne im Fin de Siècle

Ein Kammerkonzert philharmonischer Streicher im Mozarteum konfrontierte Brahms mit Aufregendem von George Enescu.

Kammermusik hat in der Luxusabteilung eines Festivals ihren Platz, und sie ist – eine Binsenweisheit – der Garant für Spielkultur, Disziplin und Niveau eines Spitzenorchesters. Eine Top-Formation der Wiener Philharmoniker konnte das im Mozarteum mit zwei mächtigen, aber nicht gerade populären Werken eindrucksvoll unter Beweis stellen. Welch ausgeklügelte Kombination, hier Brahms' G-Dur-Streichsextett als kostbare Blüte der Spätromantik (1865), dort das Streichoktett von George Enescu (1900), ein rabiates Beispiel des Fin de Siècle.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2019)

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