Die alten Mythen leben. Aber wie können wir damit umgehen?

Nicht nur bei Festspielen konfrontiert uns die Oper fortwährend mit antiken Erzählungen und deren Umformungen. Immer weniger Menschen können damit etwas anfangen. Aber alle sind fasziniert.

Medusas Blick tötet. Das Schlangenhaupt – wie hier bei Caravaggio – ist mythologisch jüngeren Ursprungs.
Medusas Blick tötet. Das Schlangenhaupt – wie hier bei Caravaggio – ist mythologisch jüngeren Ursprungs.
Medusas Blick tötet. Das Schlangenhaupt – wie hier bei Caravaggio – ist mythologisch jüngeren Ursprungs. – Getty Images

Vorige Woche Medea, heute Oedipus, übermorgen Orpheus – die Mythen lassen uns nicht in Ruhe. Zwar hat der Zeitgeist längst jeglichem klassischem Bildungsideal den Garaus gemacht, das uns das Verständnis für die Grundlagen des antiken Denkens verschaffen würde. Aber wer Opern- und Festspielhäuser besucht, den bannt der Medusenblick der alten Tragödien-Stoffe regelmäßig. Nun suchen wir nach letzten Strohhalmen einstiger Deutungshoheit.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2019)

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