Russischer Dirigent Rudolf Barschai ist tot

Der Dirigent und Bratschist ist 86-jährig in Basel gestorben. Berühmtheit erlangte Barschai auch mit Transkriptionen von Stücken Sergei Prokofjews und dem von ihm gegründeten Moskauer Kammerorchester.

Der russische Dirigent Rudolf Barschai ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren in Basel gestorben.
Der russische Dirigent Rudolf Barschai ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren in Basel gestorben.
Der russische Dirigent Rudolf Barschai ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren in Basel gestorben. – (c) AP (Koji Sasahara)

Rudolf Barschai ist tot. Der aus Russland stammende Dirigent ist Dienstagabend im Alter von 86 Jahren in Basel gestorben. Barschai sei schon seit längerem krank gewesen, berichtete seine Agentin. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent erlangte der begabte Bratschist auch durch seine Transkriptionen von Stücken Dmitri Schostakowitschs und Sergei Prokofjews Berühmtheit.

Geboren am 28. September 1924 in Russland, studierte Barschai später am Moskauer Konservatorium, unter anderem bei Dmitri Schostakowitsch. Als Bratschist stand Barschai mit Größen wie David Oistrach auf der Bühne. Mit Cellovirtuose Mstislaw Rostropowitsch spielte er gemeinsam in einem Trio. Er begründete 1955 das Moskauer Kammerorchester, an dessen Spitze er bis zu seiner 1977 erfolgten Emigration nach Israel stand.

In der neuen Heimat wurde er Leiter des dortigen Israeli Chamber Orchestra. 1982 stieg er schließlich zum Dirigenten des Bournemouth Symphony Orchestras auf, wobei er diese Position bis 1986 innehatte. Ab diesem Zeitpunkt lebte er in der Schweiz.

 

(APA)

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