Opernsängerin Sena Jurinac ist tot

Nur einen Monat nach ihrem 90. Geburtstag ist die Sängerin nach schwerer Krankheit gestorben. Sie war erstes Ehrenmitglied der Freunde der Wiener Staatsoper.

Opernsaengerin Sena Jurinac
Opernsaengerin Sena Jurinac
(c) ORF (Bild aus ORF-Sendung Sena Jurinac - Geschichten einer Sängerin vom 1.11.2011)

Die populäre Opernsängerin Sena Jurinac, Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper und eine der berühmtesten Exponentinnen des Wiener Mozart-Ensembles der 1940er und 1950er Jahre, ist tot.

Die Kammersängerin starb gestern Vormittag nach schwerer Krankheit in Augsburg, bestätigt die Wiener Staatsoper gegenüber der APA eine Meldung von orf.at. Jurinac hatte erst am 24. Oktober ihren 90. Geburtstag gefeiert.

Wien-Debüt im Jahr 1945

Sena (eigentlich Srebenka) Jurinac wurde am 24. Oktober 1921 in Travnik (Bosnien) als Tochter eines Arztes geboren, ihre Mutter war Wienerin. Nach der Schule besuchte sie die Musikakademie in Zagreb. An die Wiener Staatsoper engagiert wurde Jurinac 1944 von Karl Böhm, nachdem sie zwei Jahre zuvor an der Zagreber Oper erstmals auf der Bühne gestanden war.

Ihr Wien-Debüt gab Jurinac am 1. Mai 1945 an der Volksoper als Cherubino in Mozarts "Hochzeit des Figaro". Seither gehörte die Sopranistin der Wiener Staatsoper an. In "Figaros Hochzeit" wuchs Jurinac vom Cherubino zur Gräfin Almaviva, im "Rosenkavalier" vom Octavian zur Marschallin, in "Fidelio" von der Marzelline zur Leonore. Zu ihren bekanntesten Rollen gehörten weiters unter anderem die Donna Anna in "Don Giovanni", Marie im "Wozzeck", Elisabeth in "Tannhäuser", Tatjana in "Eugen Onegin" sowie Puccini- und Verdi-Partien, "Madame Butterfly" und Amelia in "Ein Maskenball". Die vor allem als Mozart- und Strauß-Interpretin gerühmte Künstlerin war aber auch als Lied- und Oratoriensängerin erfolgreich.

1982 Abschied von der Bühne

Die Wiener Staatsoper verlieh Jurinac 1968 den Ehrenring und 1971 die Ehrenmitgliedschaft. 1982 nahm Jurinac Abschied von der Bühne.

(APA)

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