Daniel Auner - "Caprice viennoise"

Kreisleriana

Daniel Auner Caprice viennoise
Daniel Auner Caprice viennoise
(c) Gramola

Daniel Auner ist sicher einer der bemerkenswertesten österreichischen Jungmusiker. Im Verein mit Irina Auner hat er beim MDR eine Solo-CD aufgenommen, die nun auf dem Wiener Label Gramola in den Handel kommt. Auner präsentiert sich darauf bestens – in virtuosem Repertoire, das er hinreißend spielt, gerade weil er es nicht zu einem Vehikel für die Schaustellung geigerischer Behendigkeit nutzt, sondern die kompositorischen Finessen in viel missbrauchten Piecen, von der Paganini-Caprice über eine Sarasate-Tarantella bis zu Ysayes „Balladen“-Sonate aufspürt. Er spielt Musik, keine transzendenten Etüden.

Technische Brillanz scheint für Auner die selbstverständliche Grundlage fürs Musizieren zu sein. Folgerichtig setzt Auner die Kunstfertigkeiten in Bezug zu jenem Komponisten, für den genau diese künstlerische Einstellung zur charmanten Lebensphilosophie geworden ist: Fritz Kreisler. Besser kann ein junger Geiger sich nicht vorstellen.

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Daniel Auner - "Caprice viennoise" (Gramola)

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