Neu im Kunstsenat: Erwin Wurm und Heinz Tesar

Erwin Wurm und Heinz Tesar folgen auf die verstorbenen Künstler Hans Hollein und Maria Lassnig im Österreichischen Kunstsenat.

Pressekonferenz zur Ausstellung des Kuenstlers Erwin Wurm
Pressekonferenz zur Ausstellung des Kuenstlers Erwin Wurm
Erwin Wurm – APA/dpa

Der Architekt Heinz Tesar und der bildende Künstler Erwin Wurm werden neue Mitglieder des Österreichischen Kunstsenats. Sie folgen damit den im Frühjahr verstorbenen Künstlern Hans Hollein und Maria Lassnig nach. Das gab Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) am Montag bekannt.

Der 1939 in Innsbruck geborene Heinz Tesar studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Roland Rainer Architektur. Nach Auslandsaufenthalten in Hamburg, München und Amsterdam gründete er 1973 sein eigenes Architekturbüro in Wien. Seit 2000 hat er zudem ein weiteres Büro in Berlin. Zu seinen prominentesten Bauten zählen das 1987 errichtete Schömer-Haus, das 1999 eröffnete Essl-Museum in Klosterneuburg, die 2000 eingeweihte Kirche in der Donaucity in Wien, das 1993-95 in ein Haus aus dem 17. Jahrhundert integrierte Keltenmuseum in Hallein oder der Hörsaal des I.S.T. Austria in Maria Gugging. Seit den 1980er Jahren lehrte Tesar an verschiedenen Universitäten in Europa und den USA. 2011 erhielt der vielfach Ausgezeichnete den Großen Österreichischen Staatspreis.

Zwei Staatspreisträger

Auch Erwin Wurm ist Staatspreisträger. Der 1954 in Bruck an der Mur geborene Künstler, der sich in den (von ihm kritisierten) internationalen Kunst-Rankings stets auf vorderen Plätzen findet, erhielt die Auszeichnung 2013. Wurm studierte am Mozarteum in Salzburg und an der Hochschule für angewandte Kunst sowie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Von 2002 bis 2010 lehrte er Bildhauerei/Plastik und Multimedia an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sein Werk umfasst Materialskulpturen, Aktionen, Videos, Fotos, Zeichnungen und Bücher. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen die „one minute sculptures", der „Fat convertible"-Porsche und das 2011 bei der Biennale in Venedig vorgestellte „narrow house".

Eine Lobby für die Kunst

Der Österreichische Kunstsenat ist eine Gemeinschaft von 21 Künstlerpersönlichkeiten aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur und Musik. Seine Aufgabe besteht darin, die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit zu vertreten und die öffentlichen Stellen in wichtigen Fragen der Kunst zu beraten. In die Kompetenz des Kunstsenats fällt auch das Vorschlagsrecht für den Großen Österreichischen Staatspreis und für die Berufung der Staatspreisträger in den Kunstsenat.

Die derzeitigen Mitglieder des Kunstsenats sind damit Heinz Tesar, Erwin Wurm, Josef Winkler, HK Gruber, Brigitte Kowanz, Ilse Aichinger, Siegfried Anzinger, Christian Ludwig Attersee, Joannis Avramidis, Günter Brus, Friedrich Cerha, Georg Friedrich Haas, Peter Handke, Wilhelm Holzbauer, Friederike Mayröcker, Gustav Peichl, Wolf D. Prix, Arnulf Rainer, Gerhard Rühm, Kurt Schwertsik und Peter Waterhouse.

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