Schauplätze: André Verlon

Postdadaist? Postsurrealist? Politkünstler? André Verlon (1917–1994) nimmt eine Position ein, die mehrere Zuschreibungen zulässt.

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(c) André Verlon

Dafür nahm der als Willy Verkauf in Zürich geborene und in Wien aufgewachsene Künstler in seinem Schaffen vielerlei Impulse der Moderne auf: Dadaismus, Kubismus, Futurismus, Surrealismus haben in seiner Kunst Spuren hinterlassen. Angetrieben von einem Engagement für Humanität und Frieden, entwickelte er eine Montagetechnik, die ihm ab den 1960ern zu internationaler Anerkennung verhalf. Ein Karrierehöhepunkt war die Beteiligung an „The Art of Assemblage“, 1961 im Museum of Modern Art New York. In ihrem Mix aus Realismus, Abstraktion und Fragmentiertheit ist seine Kunst Abbild einer brüchigen Wirklichkeit. Spuren hat auch seine Biografie hinterlassen, insbesondere die Exiljahre 1933 bis 1945 in Palästina. Nach der Rückkehr lebt er vorübergehend in der Schweiz. Ab 1958 ist Wien Ausgangspunkt einer regen ­Ausstellungstätigkeit. Zum 100.  Geburtstag rückt die Galerie Hieke sein Schaffen nun wieder in den Blickpunkt.

Kunsthandel Hieke. „André Verlon zum 100. Geburtstag“ (1010 Wien, Grünangergasse 12, bis 29. 4.)

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