Maria Theresia, die Antisemitin

Eva Schlegel spiegelt Jahrhunderte – im Jüdischen Museum erinnert sie an Maria Theresias Judenhass. Das Schwarze Kameel bekommt zum 400. Geburtstag eine Spiegelbar.

Eva Schlegel neben ihrer Version des Paravents, hinter dem Maria Theresia sich einst vor Juden verbarg.
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Eva Schlegel neben ihrer Version des Paravents, hinter dem Maria Theresia sich einst vor Juden verbarg.
Eva Schlegel neben ihrer Version des Paravents, hinter dem Maria Theresia sich einst vor Juden verbarg. – (c) Valerie Voithofer

Das Jahr, in dem der 300. Geburtstag Maria Theresias gefeiert wurde, endete mit einem Missverständnis. Ein ORF-Spielfilm machte diese schwierige, ambivalente Herrscherinnenfigur zu einer Art „Sissi“ in anderen Umständen, nämlich als selbst Liebende, dafür mit Macht. Über einer Million Zuseher gefiel dieses süßliche Spektakel. Sie alle sollten dem Jüdischen Museum, das gestern für 2017 mit 130.000 Besuchern einen Rekord vermeldete, in diesem Jahr einen neuen schenken. Es gibt zwar dort keinen Fernseher. Aber einen Spiegelparavent.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2018)

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