Wie man totalitäre Kunst sprengt

Jahrelang hat Adriana Czernin sich in die Geschichte eines Ornaments aus einer geplünderten Moschee in Kairo verstrickt. Jetzt hat sie die Formen, die Fragmente befreit. Das Ergebnis ist ab Dienstag im MAK zu sehen.

Für ein Foto nur fügt sich Adriana Czernin selbst in eine ihrer Arbeiten fürs MAK ein, in denen sie die Formen eines ägyptischen Minbars aus dem 13. Jahrhundert frei variierte – und ihr strenges System so gegen sich selbst ausspielte.
Für ein Foto nur fügt sich Adriana Czernin selbst in eine ihrer Arbeiten fürs MAK ein, in denen sie die Formen eines ägyptischen Minbars aus dem 13. Jahrhundert frei variierte – und ihr strenges System so gegen sich selbst ausspielte.
Für ein Foto nur fügt sich Adriana Czernin selbst in eine ihrer Arbeiten fürs MAK ein, in denen sie die Formen eines ägyptischen Minbars aus dem 13. Jahrhundert frei variierte – und ihr strenges System so gegen sich selbst ausspielte. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Es ist die flächengrößte Moschee in Kairo, die älteste erhaltene der Stadt – die Ibn-Tulun-Moschee aus dem neunten Jahrhundert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie als Armenhaus genützt. In den 1860er-Jahren begann man aus ihr zu nehmen, was damals Wert zu bekommen begann: Die aufwendig verzierte Holzverkleidung der Seiten des 1296 errichteten Minbars, das ist so etwas wie eine islamische Kanzel, ein Predigtstuhl im Wortsinn, zu dem eine lange, gerade Treppe hinaufführte.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.04.2018)

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