Schauplätze: Ölzant und Zahornicky

Am Anfang war das Licht – jedenfalls, was die Geschichte der Fotografie betrifft.ng war das Licht – jedenfalls, was die Geschichte der Fotografie betrifft.

(c) Martin Seidenschwann

Das Licht als Mittel, Bilder zu erzeugen, war immer schon da. Die Kamera als komplizierte Apparatur zur Erzeugung eines Lichtbildes kam erst später ins Spiel, sieht man von der Camera obscura ab, deren Prinzipien schon Aristoteles erkannt hatte. Die Vorform der Fotografie in einem modernen Verständnis ist denn auch das Fotogramm – die schwarz-weiße „Lichtzeichnung“, deren erste Beispiele auf das frühe 19. Jahrhundert zurückgehen.

Bis heute übt die Möglichkeit, Bilder ohne Kamera zu produzieren, auf Künstler und Fotografen eine ungebrochene Faszination aus – zumal in Zeiten der Digitalisierung. Robert Zahornicky beschäftigt sich seit 1994 mit den experimentellen Möglichkeiten des Fotogramms, einen Querschnitt daraus zeigt er nun in der Galerie Straihammer und Seidenschwann. Eine besondere Herausforderung stellt für ihn dabei die Erzeugung von Dreidimensionalität durch Mehrfachbelichtungen marginaler Objekte dar – Reiskörner etwa, Papierstreifen, Wassertropfen oder Staubflusen. Eine spannende Ergänzung zu Zahornickys radikalen Fotogrammen bilden die reduzierten Skulpturen und Wandtafeln von Franz Xaver Ölzant (Bild), die in der ­Galerie parallel ausgestellt werden. www.galerie-sunds.at

Galerie Straihammer und Seidenschwann: „Franz Xaver Ölzant“, „Robert Zahornicky“ (1010 Wien, Grünangerg. 8; 24.  5.–30.  6.).

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