Analskulptur und Spermium: Riesengebilde im MQ

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"BikiniBar", "BarRektum"(im Bild) und "Darwin" heißen die drei Skulpturen des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier van Lieshout, die im Rahmen des Mumok-Skulpturen-Projektes " Outside_04" bis 2. Mai im Wiener Museumsquartier zu sehen sind.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Während die "BarRektum" und das blaue Spermium "Darwin" im Innenhof des Kulturareals aufgebaut sind, befindet sich der Frauentorso "BikiniBar" auf dem Vorplatz an der Museumstraße.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Nach den Plänen des Künstlerkollektivs sind alle drei überdimensionalen Skulpturen begehbar - in Wien allerdings nur zwei.
Aus "bürokratischen Hürden" kann man die "BikiniBar" nicht betreten, wie Joep van Lieshout, Gründer und Vorstand des Künstlerkollektivs, erklärte.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Um aus dem Frauentorso mit den gespreitzten Beinen und dem roten Bikini dennoch mehr rauszuholen, wurden kleine Sichtfenster eingeschnitten, sodass Besucher in das Körperinnere schauen können. Dort zeigt van Lieshout einige seiner kleinen Möbelentwürfe.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Durch den Innenhof schlängelt sich das blaue Spermium "Darwin", unter dem viele kleine Männchen kleben. Wie schon der Name selbst erklärt, bezieht sich das Werk auf den Darwinismus, dem Überlebenskamp des Stärkeren.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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"Schon aus den Millionen Spermien einer Ejakulation wird nur eines zu einem Menschen, der Rest ist sozusagen vergeudet. An der Selektion gibt es immer etwas Gutes und etwas Schlechtes. Das Gute zum Beispiel ist die Entwicklung, das Schlechte die davon abgeleiteten Theorien der Nazis", erklärt van Lieshout im Interview mit "Der Presse".(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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"Die Organe sind aber immer auch Statements über Design, Architektur und Kunst. Ich wollte die Form von der Funktion trennen, von dem, was heute üblich ist. Und fragen – warum haben wir, haben die Organe die Form, die sie haben? Wurden sie von der Evolution bestimmt oder gestaltet?", erläuert van Lieshout sein Werk weiter.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Im Inneren des "Darwin" befindet sich Doppelbett, klappt man das Fenster auf, hat man eine Art Theke.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Für die größte Aufregung sorgte bisweilen "BarRektum", die Nachbildung eines menschlichen Darmausgangs - was der Künstler allerdings nicht versteht: "Meine Kunst ist nicht böse", sagt Van Lieshout. Schließlich zeige er nur Dinge, die in jedem Biologieunterricht durchgenommen werden.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Van Lieshouts Arbeiten waren auch schon in Städten wie Montreal, Basel oder Yokohama zu sehen. "für Aufregung haben sie nie gesorgt", so der Niederländer.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Der Innenraum der "ArschBar" ist rund 30 Quadratmeter groß und beherbergt eine kleine Bar-Theke.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Das Mumok und verschiedene andere Kulturinstitutionen, u.a. des quartier21, werden den "künstlichen Darmausgang" mit Installationen, Lectures und anderen Projekten bespielen .

Ein Auswahl aus dem Programm:
12.3., 17 Uhr: Filminstallation "Looping Bodies"
2.4.-, 17 Uhr: "Der ganze Karfreitag ist im Arsch", Lesung von Thomas Ballhausen und Jörg Vogeltanz
23.4., 19 Uhr: Diskussionsperformance "ausgeschieden"(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Braune (!) Sitzpolster laden zum Verweilen im Darmausgang ein.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Die oft provokativen und zwischen Installation, Happening, Bildhauerei und Architektur angesiedelten Gebilde des Kollektivs stellen die Nützlichkeit und Ästhetik von Skulpturen im öffentlichen Raum in humorvoller Weise in Frage.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Sie verbinden die Themen Behausung, Verpflegung, Entsorgung, Fortbewegung und Fortpflanzung und erfüllen neben Sitzgelegenheiten, Schlaf- und Wohnplätzen oder Veranstaltungsorten oftmals auch kommunale Funktionen, wie die eines Feldspitals oder eines medizinischen Labors.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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Die drei Skulpturen sind bis 2. Mai im Museumsquartier in Wien zu sehen.
Das aktuelle Programm zu den Veranstaltungen in der "ArschBar" finden Sie auf mumok.at.(c) DiePresse.com (Iris Hasler)
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