„Wer das Meer beherrscht, beherrscht die Welt“

Die beeindruckende Schau „Europa und das Meer“ in Berlin erinnert an die maritime Machtgeschichte des Kontinents, erzählt von Sklaven in Nantes, Nordsee-Öl oder einem Schiffbau-Cluster in Venedig: mit mutigen Zuspitzungen.

Meeresgewalt und Migration einst: Antonie Volkmar, „Abschied der Auswanderer“, 1860.
Meeresgewalt und Migration einst: Antonie Volkmar, „Abschied der Auswanderer“, 1860.
Meeresgewalt und Migration einst: Antonie Volkmar, „Abschied der Auswanderer“, 1860. – (c) Deutsches Historisches Museum

In den 1920er-Jahren galt der Neusiedler See als „Meer der Wiener“, wohl als Reaktion auf den Phantomschmerz durch das Kappen des Adriazugangs im Jahr 1918, wodurch das neue Österreich als kleines Binnenland zurückblieb. Heute haben Meer und Küste im Alltag nur mehr als Reiseziel Relevanz. Mit der realen Geografie hat das wenig zu tun; wer eine Woche Strandurlaub bucht, muss für die Karibik ähnlich viel Anreisezeit einkalkulieren wie für Abbazia. Die Ferne vom Meer ist mental längst eingeübt.

Das ist drin:

  • 5 Minuten
  • 954 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen