Schauplätze: Ross Bleckner

Der amerikanische Künstler Ross Bleckner, Jahrgang 1949, hatte in den späten 1970ern begonnen, mit geometrisch-abstrakter Malerei die Unendlichkeit auszuloten.

(c) W&K- Wienerroither & Kohlbacher, Wien

Der amerikanische Künstler Ross Bleckner, Jahrgang 1949, hatte in den späten 1970ern begonnen, mit geometrisch-abstrakter Malerei die Unendlichkeit auszuloten. Waren es anfangs Streifen-Bilder, die er mithilfe von Op-Art-Effekten ins Infinite ausufern ließ, wurden bald das nächtliche Himmelszelt, astronomische Phänomene oder das Universum selbst zum expliziten Bildthema. Dabei interessiert Ross Bleckner seit jeher auch die Schnittstelle zu Psychologie, Biologie und persönlicher Geschichte. Bildpartikel wie Gehirnzellen, Urnen, Vögel, Kronleuchter oder Blüten, die er oftmals vor diffusen Hintergründen schweben lässt, heben seine Leinwände ebenso ins Symbolhafte wie sein Hang zu komplex strukturierten geometrischen Gefügen. Schönheit und Verführung kommen dabei genauso ins Spiel wie die Katastrophen der Zeit und die unbeantworteten Fragen der Gegenwart. Für seine aktuelle Ausstellung in den barocken Saalfluchten des von Wienerroither & Kohlbacher bespielten Palais Schönborn-Batthyány stellt Ross Bleckner nun verschiedene Herausforderungen des Künstler­lebens ins Zentrum. Werke aus den frühe Serien „Architecture of the Sky" (1988–1993) und „Dome" (1991) greifen die mensch­liche und künstlerische Sehnsucht nach Erkenntnis und Spiritualität auf.

W&K Palais Schönborn-Batthyány: „Ross Bleckner" (Renngasse 4, 1010 Wien, 30. November 2018 bis 15. Februar 2019), www.w-k.art

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