Rekorde zum Jubiläum

Bei den Auktionen im Kinsky wurden für Maria Lassnig, Hans Bischoffshausen, Rudolf Polanszky und Norbertine Bresslern-Roth neue Höchstpreise erzielt.

„Schneesturm“ von Norbertine Bresslern-Roth erzielte einen neuen Rekord.
„Schneesturm“ von Norbertine Bresslern-Roth erzielte einen neuen Rekord.
„Schneesturm“ von Norbertine Bresslern-Roth erzielte einen neuen Rekord. – (c) Zierhofer Hubert

Es war eine Jubiläumsauktion, die dem feierlichen Anlass durchaus gerecht wurde. Zum 25. Geburtstag trug das Auktionshaus im Kinsky eine qualitativ hochwertige Auswahl an Losen zusammen und wurde mit einigen neuen Rekordpreisen belohnt.

Allen voran stand die Arbeit „Korkenziehermann“ von Maria Lassnig, die auf 400.000 Euro stieg. Mit Aufgeld wechselte das Gemälde aus dem Jahr 1986 den Besitzer für 504.000 Euro. Die Schätzung lag bei 350.000 bis 550.000 Euro. Nimmt man den Hammerpreis her, dann handelt es sich eigentlich nicht um einen neuen Rekord, denn auch das Werk „Der Wald“ wurde im Dorotheum 2014 für 400.000 Euro zugeschlagen. Den Unterschied macht die Taxe. Im Dorotheum ging das Bild damals für 491.000 Euro über den Tresen. Der „Korkenziehermann“ ist übrigens zum zweiten Mal im Kinsky. 2006 war die Arbeit mit 105.000 Euro zugeschlagen worden.

Schätzungen übertroffen. Einen in jeder Hinsicht neuen Rekord gab es für Hans Bischoffshausens Gemäldeobjekt „Mutter am Kreuz“, das ein österreichischer Sammler für 176.400 Euro kaufte, der Zuschlag lag bei 140.000 Euro. Damit wurde der letzte Höchstpreis aus dem Jahr 2016 um 40.000 Euro überboten. Den dritten Höchstpreis im Segment zeitgenössische Kunst erzielte Rudolf Polanszkys Arbeit ohne Titel von 2005, die auf 42.000 Euro stieg und damit den oberen Schätzpreis von 28.000 Euro deutlich übertreffen konnte. Apropos übertreffen: In diesem Zusammenhang ist Franz Wests Papiermaché-Arbeit aus den späten 90er-Jahren zu nennen, die mit einem Meistbot von 120.000 Euro den Rufpreis fast verdoppelte. Im Gegensatz dazu blieb seine „Sitzwurst“, die im Vorfeld mit einer Schätzung von 250.000 bis 450.000 Euro als eines der Toplose angekündigt worden war, liegen.

Bei der Klassischen Moderne konnte vor allem die als technisch virtuose Tiermalerin bekannt gewordene Norbertine Bresslern-Roth reüssieren. Ihre Arbeit „Schneesturm“ erzielte mit 255.000 Euro einen neuen Rekord und überbot ihren letzten Höchstpreis um 90.000 Euro. Zwei weitere Werke von ihr erzielten 130.000 und 150.000 Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.12.2018)

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