Schauplätze: Marko Zink

Marko Zink setzt in seiner Arbeit die Mittel der Fotografie ein, wie er sie gerade braucht.

(c) Marko Zink/Galerie Michaela Stock

Marko Zink setzt in seiner Arbeit die Mittel der Fotografie ein, wie er sie gerade braucht. Bald liefern sie ihm eine Folie für ­Erzählungen, bald einen Spiegel für Performances, bald Möglichkeiten der Aufzeichnung oder Interpretation. Sein neuestes, nun in der Galerie Michaela Stock ausgestelltes Projekt ist Mauthausen gewidmet. Die geografischen Koordinaten des Konzentrationslagers, M 48° 15’ 24.13" N, 14° 30’ 6.31" E, geben den Titel. Ausgehend von der Beobachtung, dass der Gedenkort in Zeiten von iPhone und Selfie-Stick für viele Besucherinnen und Besucher wie ein banales touristisches Pflichtprogramm behandelt wird, versucht Zink mit seinen analogen Fotografien dem Ort seine Würde zurückzugeben. Je nach Sujet – Lagerstraße, Sportplatz, Unterbringungsräume, die Marbacher Linde – wählt er unterschiedliche Präsentationsformen von der Panoramaaufnahme über Lamellenbilder mit sprunghafter Perspektive bis hin zur konzeptionellen Überarbeitung. Eine Besonderheit ist die Präparierung des Filmmaterials vor der Belichtung durch Kochen, chemische Behandlung oder Stanzen; sie verleiht den Arbeiten die Aura von historischen Bildern und Fundstücken. Im April wird das Projekt in der Gedenkstätte Mauthausen präsentiert.

Galerie Michaela Stock: „Marko Zink: M 48° 15’ 24.13" N, 14° 30’ 6.31" E" (Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien). 24. Jänner–2. März 2019, 
www.galerie-stock.net

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