Claudia Märzendorfer: Bei dieser Kunst piepst und gleißt es

Die Bildhauerin Claudia Märzendorfer verändert durch ungewöhnliches Material die Bedeutung von Dingen. Wenn sie Vogelhäuser in den Garten einer Psychiatrie hängt. Oder Plastikmüll in Gips abgießt wie im Kunsthaus Wien.

Gruppenbild aller Künstler-Vogelhäuser für Hollabrunn, hier noch am Atelierboden von Märzendorfer.
Gruppenbild aller Künstler-Vogelhäuser für Hollabrunn, hier noch am Atelierboden von Märzendorfer.
Gruppenbild aller Künstler-Vogelhäuser für Hollabrunn, hier noch am Atelierboden von Märzendorfer. – (c) Märzendorfer

Und eines Sommernachmittags rollte er dann aus Wien an: ein ganzer Bus voll schräger Vögel. In den Garten der anderen schrägen Vögel im Landesklinikum Hollabrunn, wo man zum 29-Jahr-Jubiläum der Sozialpsychiatrischen Abteilung, die aus der Heilanstalt Gugging hervorging, Künstler einlud, sich Gedanken zu machen. Gedanken, wie man zum Beispiel dieses Stigma einer „Irrenanstalt“ wegbekäme. Und wie ginge das besser, als dieses Vorurteil einfach zu benennen, meint Claudia Märzendorfer, die Wiener Bildhauerin, die den Wettbewerb der niederösterreichischen Abteilung Kunst im öffentlichen Raum schließlich gewann. Mit einer ganz besonders schönen Idee: mit Vogelhäusern.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2019)

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