Schauplätze: Hubert Schmalix' Gelbes Wasser

„Gelbe Wasser“ nennt Hubert Schmalix die Werkgruppe, die durchaus eine ökologisch-kritische Lesart zulässt.

Studio Schmalix

Sie sehen aus wie aus dem Baukasten, die Weltbilder, mit denen sich Hubert Schmalix neuerdings beschäftigt. Da gibt es Gebirge und Wasserfälle, Tannenbäume und bizarre Felsen, ja sogar Mühlen. Mit solchen Sujets schrammt diese Malerei gefährlich nah am Kitsch vorbei. Doch der Künstler durchbricht diese Assoziation souverän, indem er die Idyllen bedrohlich auf wandfüllende Formate aufzoomt und in flächigem Auftrag mit Farben belegt, die die Realität ad absurdum führen: Berge sind da in sattes Rot getaucht, Bäume kippen ins Violette, Wasser und Himmel sind bald blau, bald gelb. „Gelbe Wasser“ nennt Hubert Schmalix denn auch die Werkgruppe, die durchaus eine ökologisch-kritische Lesart zulässt. Vor allem aber ist sie Ausdruck einer konsequenten Ausei­nandersetzung mit dem Begriff des Bildes als Schnittstelle von Denken und Wirklichkeit.


Galerie Marenzi: „Hubert Schmalix: Gelbes Wasser“ (Bahnhofstraße 14, 8430 Leibnitz, ­7. 9.–26. 10., www.galeriemarenzi.at)

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