Street Photography: Die realen Bühnen der Großstadt

Manchmal komponiert, manchmal spontan – und immer urban. Positionen aus sieben Jahrzehnten Street Photography als Protagonisten einer Ausstellung im Kunst Haus Wien.

„The Age of Wealth“. Der Schotte Dougie Wallace fotografierte Menschen in Bussen in seiner Geburtsstadt Glasgow und in Londons reichstem Viertel, wo die Lebenserwartung um bis zu dreißig Jahre höher liegt.
„The Age of Wealth“. Der Schotte Dougie Wallace fotografierte Menschen in Bussen in seiner Geburtsstadt Glasgow und in Londons reichstem Viertel, wo die Lebenserwartung um bis zu dreißig Jahre höher liegt.
„The Age of Wealth“. Der Schotte Dougie Wallace fotografierte Menschen in Bussen in seiner Geburtsstadt Glasgow und in Londons reichstem Viertel, wo die Lebenserwartung um bis zu dreißig Jahre höher liegt. – Dougie Wallace

Der Fotograf als Stadtflaneur im Baudelaire’schen Sinne oder als einer, der, Cartier-Bresson folgend, im öffentlichen Raum darauf wartet, den „moment décisif“ nicht zu verpassen. Das ist sozusagen die Vorgeschichte, die auf ein fotografisches Genre hinführt, das sich seit den Dreißigerjahren des 20.  Jahrhunderts zu immer vielfältigeren Ausprägungen entwickelt hat. Möglich wird die sogenannte Street Photography nicht zuletzt durch technische Neuerungen, die mehr Mobilität des Schnapp-schießens außerhalb des Studios ermöglichen. So heftet sich die Straßenfotografie, wie man auf Deutsch etwas unschön sagen könnte, jener Literatur oder anderen Sparten der Kulturproduktion an die Fersen, die sich seit dem 19. Jahrhundert thematisch dem Leben und Treiben in der Großstadt der Moderne widmen. Auch: aus ihm einen Sinn ableiten wollen.

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