''Horizon Field'': Eisenmänner in Vorarlbergs Bergen

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Seit 31. Juli stehen hundert nackte Eisenmänner in einem Gebiet von 150 Quadratkilometern zwischem dem Vorarlberger Bregenzer Wald und dem Arlberggebiet. Jede einzelne ist ein Abguss des gleichen menschlichen Körpers, wiegt 640 Kilogramm und wurde von Antony Gormley nach einer genau ausgeklügelten Choreografie auf exakt 2039 Metern Seehöhe positioniert.(c) EPA (MARKUS TRETTER/KUNSTHAUS BREGENZ)
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Je nach Topografie sind die Eisenmänner zwischen 60 Metern und mehreren Kilometern voneinander entfernt und schauen in die unterschiedlichsten Richtungen. Keine ist einer anderen direkt zugewandt.
Zwei Jahre lang werden sie so stehen bleiben, die rostigen Figuren, das "Horizon Field" von Antony Gormley (im Bild).(c) AP (Ennio Leanza)
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Der 60-jährige Brite präsentiert seine Skulpturen gerne im öffentlichen Raum: 2003 etwa, als er metallene Klone der lokalen Bevölkerung an der Küste Westaustraliens aussetzte. Vier Jahre später stellte er seine Figuren auf die Brüstungen von Manhattans Hochhäusern - und sorgte für Irritationen.(c) REUTERS (MIRO KUZMANOVIC)
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Gormley geht es bei diesen Interventionen vor allem um die Frage, welche Rolle das Projekt Menschheit in der Evolution des Lebens auf der Erde bzw. im Universum spielt.(c) APA/MARKUS TRETTER/KUNSTHAUS BRE (MARKUS TRETTER/KUNSTHAUS BREGENZ)
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Menschen, die seinen eisernen Stellvertretern der Spezies Mensch begegnen, sollen sich die existenziellen Fragen nach dem Woher und Wohin, nach der Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Masse, nach Kultur und Natur stellen - egal ob bewusst, wie ein extra angereister Kunstsuchender, oder unbewusst, wie ein zufällig vorbeikommender Wanderer, Jäger oder Schifahrer.(c) REUTERS (MIRO KUZMANOVIC)
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Die Umsetzung von "Horizon Field" bedeutete eine formidable organisatorische und logistische Leistung: Einerseits haben sich die naturschutzrechtlichen Prüfungen aufwändiger gestaltet, als angenommen. So konnten parallel zur Gormey-Personale im Kunsthaus Bregenz, die auch das Orpjekt initiierte, vorerst nur drei Figuren installiert werden.(c) REUTERS (MIRO KUZMANOVIC)
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Andererseits nahm das Auftreiben des Budgets von 600.000 Euro – wovon zwei Drittel durch private Sponsoren gedeckt werden mussten– und das Überreden der zahllosen Grundbesitzer (nur zwei haben sich dem Projekt verweigert) - viel Zeit in Anspruch. Bereits vor fünf Jahren hatte der damalige Leiter des Kunsthauses, Eckhard Schneider, mit den Vorbereitungen begonnen.(c) REUTERS (MIRO KUZMANOVIC)
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Bis April 2012 werden Gormleys Eisenmänner nun in den luftigen Höhen verharren, dem unerbittlichen Wandel des Wetters und der Jahreszeiten ausgesetzt. Und mit jedem weiteren Tag werden sie mehr und mehr zu einem integralen Teil der Natur.

www.kunsthaus-bregenz.at(c) EPA (ENNIO LEANZA)
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