Ausstellung: ''turn shit into roses''

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„turn shit into roses“ ist nicht nur der Titel eines Werkes von Anita Kaiser-Petzenka, sondern gleichzeitig eine Zusammenfassung all dessen, was Malerei für die beiden mittlerweile arrivierten Outsider-Künstlerinnen Kaiser-Petzenka und Karin Birner aus Nürnberg bzw. Ansbach ausmacht. Sie ist Kunst und Bearbeitung persönlicher Themen zugleich.

„turn shit into roses“, Anita Kaiser-Petzenka
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Die Werke von Karin Birner (geb. 1963), die sie seit Beginn der 90er Jahre mit dem Künstlernamen KOMAMOK signiert, und Anita Kaiser-Petzenka (geb. 1971) umkreisen den Menschen und die ihm möglichen Gefühlsextreme in immer neuen Variationen. Dabei stellen die beiden Künstlerinnen treffsicher nicht nur individuelle Erlebenswelten dar, sondern thematisieren gesamtgesellschaftliche Zustände.

Bild: Karin Birner, Beziehungskiste
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Birners zumeist auf klare große Formen reduzierte Selbstportraits in extremen Situationen greifen Themen wie Einsamkeit, Isolation und Beziehungslosigkeit des postmodernen Individuums auf. Viele ihrer Gestalten wirken auf den ersten Blick melancholisch, zurückgezogen oder wie in einen tiefen Schlaf versunken. Doch dies ist nur eine Seite von Birners Werk – immer wieder geht es gleichzeitig um ein Aufbegehren gegen alle Widrigkeiten („Work, don’t cry“) und ein Sich-Aufbäumen gegen den depressiven Sog nach unten.

"Kerker", Karin Birner
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Doch dies ist nur eine Seite von Birners Werk – immer wieder geht es gleichzeitig um ein Aufbegehren gegen alle Widrigkeiten und ein Sich-Aufbäumen gegen den depressiven Sog nach unten.
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Auch Kaiser-Petzenkas Bilder stellen sich mit aller Macht gegen eigene und gesellschaftliche Bremsen („Mir darf es gut gehen“). Ihre comichaft anmutenden narrativen Anhäufungen von kleinen Figuren, Tieren und Symbolen sind nicht selten mit politischen Botschaften aufgeladen.

"Bodypainting", Anita Kaiser-Petzenka
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Sie werden so zu Abbildern eines inneren Antriebs, eines „Zeitdrucks“, der häufig auch an äußere Bedingungen geknüpft ist.

"Der große Fang", Anita Kaiser-Petzenka
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Beide Künstlerinnen adressieren auf sehr direkte Art und Weise politische, sozioökonomische und psychische Fragen und tun somit das, was Outsider Art im besten Falle immer tut: Sie rüttelt auf und fesselt durch ihre Einzigartigkeit.

"Vor die Hunde gehen", Anita Kaiser-Petzenka
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Zu sehen gibt es die Werke in der Galerie Koko in der Wiener Mittelgasse 7 noch bis 28. November

"Zeitdruck", Anita Kaiser-Petzenka
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