Fotografie: Ostlicht eröffnet in Ankerbrot-Fabrik

Die Galerie Westlicht expandiert und eröffnet in der ehemaligen Ankerbrot-Fabrik eine neue Dependance namens Ostlicht.

(c) Clemens Fabry

Wien. Dort, wo einst Brot gebacken wurde, soll schon bald die junge, heimische Fotografieszene vertreten sein. Die Galerie Westlicht, Schauplatz für Fotografie, wird in der ehemaligen Ankerbrot-Fabrik eine Dependance unter dem Namen Ostlicht eröffnen.

In den nächsten zwei Wochen wird mit dem Umbau begonnen, im Herbst will das Ostlicht, das sich als Mischung aus Museum und Galerie versteht, einziehen. „Wir sind gerade dabei, eine 850Quadratmeter große Fläche zu erwerben. Die Raumplanung ist bereits abgeschlossen“, sagt Westlicht-Chef Peter Coeln im Gespräch mit der „Presse“.

Museum, Galerie und Bibliothek

Während im Westlicht in Wien-Neubau nach wie vor klassische Fotografien ausgestellt werden, soll das Ostlicht jungen, österreichischen Fotografen eine Plattform bieten. „Es soll ein musealer Betrieb sein, bei freiem Eintritt. Zusätzlich haben die Künstler die Möglichkeit, ihre Fotografien zu verkaufen“, sagt Coeln. Kooperationen mit anderen Galerien sind ebenso angedacht wie eine eigene Bibliothek, 25.000 Bücher zum Thema Fotografie sollen im Ostlicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. „Das Westlicht drohte schon aus allen Nähten zu platzen. Ich habe schon länger eine gute Location gesucht“, so Coeln. In der ehemaligen Ankerbrot-Fabrik nahe des neuen Hauptbahnhofs ist er nun in guter Gesellschaft. Zahlreiche Galerien und Kreative haben sich bereits in den verschiedenen Lofts angesiedelt. „Rund 60 Prozent der 26.000 Quadratmeter Nutzfläche sind bereits belegt“, sagt Walter Asmus vom Eigentümer Loft City. Neben der Brot-Kunsthalle von Ernst Hilger haben sich auch der Maler Hans Staudacher und der Retromöbel-Händler Lichterloh einquartiert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2011)

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