Thyssens Pavillon singt nun in Wien

„The Morning Line“, eine Skulptur im Auftrag von Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, ziert den Schwarzenbergplatz.

(c) REUTERS (LISI NIESNER)

20 Tonnen schwarz beschichtetes Aluminium, bizarr geformt, ein Gebilde zwischen Skulptur und Kathedrale mit zeitgenössischer Musik beschallt steht seit Dienstag auf dem Schwarzenbergplatz.

Der New Yorker Künstler Matthew Ritchie und das Architektenteam Aranda/Lasch haben das zehn Meter hohe und 20 Meter lange Kunstwerk im Auftrag von Francesca Habsburgs Stiftung Thyssen-Bornemisza Art Contemporary („T-B A 21“) entworfen und gebaut. „Time Magazine“ nannte „The Morning Line“ als eine der 100 Innovationen für das neue Millennium. Vor Wien war die Skulptur in Sevilla und Istanbul zu sehen. „Ich habe schon als kleines Kind immer gern Regeln gebrochen“, sagte Francesca Habsburg Dienstag und verwies auf den Crossover-Charakter der Skulptur, die Kunst, Wissenschaft, Musik vereint. Die Klangfläche wird in jeder Stadt variiert, Besucher gestalten sie interaktiv mit.

 

Sound-Festival bis 11. Juni

Habsburg bedankte sich bei der anwesenden Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) für die Hilfe bei dem Projekt. Von den Künstlern nahm Habsburg ein Collier in der Form der Skulptur entgegen, zum Geburtstag, den sie Dienstag feierte. Ein Festival und ein Symposion (Infos: „T-B A 21“-Homepage) begleiten bis 11. Juni die Etablierung des Pavillons in Wien, er ist bis 20.November zu sehen.

Habsburg plant, die temporäre Kunsthalle von Architekt Adolf Krischanitz, die in Berlin abgebaut wurde, beim neuen „20er Haus“ im Schweizer Garten zu errichten, doch „fehlen noch Genehmigungen, weil das Gebäude in einem Park errichtet werden soll“. Dennoch gibt Habsburg das Projekt nicht auf: „Wir hoffen, dass es im Herbst steht – und wir sind optimistisch, dass wir es 2012 bespielen können.“ Dann feiert das „T-B A 21“, bisher in der Himmelpfortgasse zu Hause, seinen zehnten Geburtstag. bp

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.06.2011)

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