Schriftsteller und Drehbuchautor Daniel Boulanger gestorben

Boulanger lieferte die Vorlage für "Endstation Schafott" und spielte in einer Nebenrolle in "Außer Atem" mit. Er starb mit 92 Jahren.

Der Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler Daniel Boulanger ist tot. Der Franzose starb gestern, Montag, Abend im Alter von 92 Jahren. Das teilte Marie Dabadie, Sekretärin der literarischen Organisation Academie Goncourt, der Boulanger von 1983 bis 2008 angehört hatte, der Nachrichtenagentur AFP mit.

Der am 24. Jänner 1922 im nordfranzösischen Compiegne geborene Daniel Boulanger veröffentlichte im Laufe seiner Karriere mehr als 50 Bücher. Seine ersten Romane erschienen in den späten 50er Jahren; zudem veröffentlichte er Kurzgeschichten und Gedichte. 1974 erhielt er den wichtigsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt, für "Fouette, cocher!".

Ab den 60er Jahren war er auch als Drehbuchautor für Film und Fernsehen tätig. Er lieferte unter anderem die Vorlage für "Endstation Schafott" von Regisseur Jose Giovanni (1973), "Angelique, 2. Teil" von Bernard Borderie (1965) oder "Abenteuer in Rio" von Regisseur Philippe de Broca. Für letzteren Film war Boulanger gemeinsam mit Jean-Paul Rappeneau, Ariane Mnouchkine und de Broca in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch für den Oscar nominiert.

Boulanger war auch in einigen Filmen der Nouvelle Vague in kleineren Rollen als Schauspieler zu sehen, darunter in Jean-Luc Godards "Außer Atem" (1960) sowie Francois Truffauts "Die Braut trug schwarz" (1968) und "Tisch und Bett" (1970).

(APA/AFP)

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