Staatspreise für "Die schönsten Bücher Österreichs"

Aus 211 Einreichungen wurden 15 Bücher ausgewählt, drei erhielten den Staatspreis: Zu den "schönsten Büchern" zählen ein Gedichtband, ein Architekturbuch und eine Aufsatzsammlung über die Architektur der Ringstraße.

(c) Springer Verlag

Spannend bis zuletzt blieb es heuer erstmals für die Anwärter auf die drei Staatspreise für "Die schönsten Bücher Österreichs 2008". Am Mittwoch wurden bereits zum 56. Mal insgesamt 15 Bücher für ihre gestalterische, konzeptionelle und herstellerische Qualität ausgezeichnet. Zum ersten Mal wurde die Entscheidung für die drei Staatspreise jedoch erst am Abend der Verleihung bekanntgegeben. Im Palais Niederösterreich in Wien kürten Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) und Alexander Potyka, Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels, die Sieger aus 211 eingereichten Publikationen von mehr als 100 Verlagen und Gestaltern.

Traditionelle Schrift und Betonkloser

(c) Edition Korrespondenzen
Staatspreisträger in der Kategorie "Allgemeine Literatur" ist Franz Dodels "Nicht bei Trost. Haiku endlos" (Edition Korrespondenzen, Gestaltung: pol - Leif Ruffmann/Juliane Wolski). Laut Jury ist es ein "hervorragendes Werk traditionellen Stils". Das Buch sei "ein gutes Beispiel des Zusammenwirkens von Grauwert der Schrift" mit "der Transparenz des Dünndruckpapiers, welches den Durchscheineffekt von Typographie und Illustrationen geschickt ausnutzt".

(c) Springer Verlag
In der Kategorie Kunstbände und Fotobücher wurden Marte.Marte Architects (Springer-Verlag) für ihr gleichnamiges Projekt ausgezeichnet. "Der erste Eindruck der Farbwahl, schwarz, und das Schwarz des Buchschnitts lassen an ein Buch aus einem Kloster aus Beton denken", befand die Jury, aber "das perfekte Bildlayout und die sehr gelungene Anwendung der Typographie führen sofort und überzeugend ins Weltliche der Architektur, des Wohnens".

Ringstraßen-Architektur

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"Ringstraße ist überall. Texte über Architektur und Stadt" von Christian Kühn (Springer-Verlag) überzeugte in der Kategorie Sachbücher und wissenschaftliche Bücher durch "Typostilelemente der Sechzigerjahre, gesehen mit den Augen der Jetztzeit", wie es in der Jurybegründung heißt.

Einen Erfolg gab es bereits für Marte.Marte Architects: Ihr gleichnamiges Buch wurde beim von der deutschen Stiftung Buchkunst veranstalteten Wettbewerb "Die schönsten Bücher aus aller Welt" mit der Silbermedaille bedacht. Die ausgezeichneten österreichischen Bücher werden u. a. bei Ausstellungen auf der Leipziger Buchmesse (12.-15. März), der Frankfurter Buchmesse (14.-18. Oktober ) sowie auf der "Buch Wien" Buchmesse und Lesefestwoche im November 2009 gezeigt. Die Preisverleihung "Schönste Bücher aus aller Welt 2008" findet am 13. März um 16 Uhr auf der Leipziger Buchmesse am Stand der Stiftung Buchkunst statt.

Der Preis

Der Wettbewerb fand heuer zum 56. Mal statt. Er wird alljährlich vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sowie dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgeschrieben, an die drei überzeugendsten Publikationen aus dem Kreis der 15 Preisträger wird der jeweils mit 3.000 Euro dotierte Staatspreis verliehen.

Die Hauptjury bestand aus Susanne Dechant (Typografin), Franz Eder (Verleger), Johann Hofmann (Gestalter), Ines Mitterer (Journalistin), Klaus Nüchtern (Journalist), Lia Wolf (Buchhändlerin) sowie als Gastjuror dem Gestalter Victor Malsy.

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(APA)

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