Deutscher Buchpreis geht an Frank Witzel

Der Siegertitel in diesem Jahr ist vielsagend und lang: "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969".

GERMANY LITERATURE
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APA/EPA/ARNE DEDERT

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat aus den Nominierten der Shortlist einen Gewinner gekürt. Dabei handelt es sich um Frank Witzel, der in seinem Roman "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" die Geschichte des Jungen aus der hessischen Provinz, der sich im Alter von dreizehneinhalb auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet. Der Jury zufolge handelt es sich um ein "im besten Sinne maßloses Romankonstrukt". 

In diese Geschichte eingewoben ist das politische Erwachen der alten Bundesrepublik, die beginnt, sich vom Muff der unmittelbaren Nachkriegszeit zu befreien. Diese Ära des Umbruchs wird heraufbeschworen in disparaten Episoden, die unterschiedlichste literarische Formen durchspielen, vom inneren Monolog über die Action-Szene oder das Gesprächsprotokoll bis zum philosophischen Traktat.

In ihrer Begründung fährt die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass der Roman "in seiner Mischung aus Wahn und Witz, formalem Wagemut und zeitgeschichtlicher Panoramatik einzigartig in der deutschsprachigen Literatur" ist.

(Red.)

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