Ein chinesischer Klassiker reist in den Westen

Farbenfroh und fantasiestrotzend erzählt „Die Reise in den Westen“ von Priester, Affe, Eber und Sandmönch, die miteinander nach dem rechten Weg suchen. Zum ersten Mal ist das legendäre Werk aus der Ming-Zeit vollständig übersetzt: Ein Gespräch mit der dafür gefeierten Übersetzerin Eva Lüdi Kong.

Der Affenkönig Sun Wukong: Bis heute eine der populärsten Figuren der chinesischen Literatur.
Der Affenkönig Sun Wukong: Bis heute eine der populärsten Figuren der chinesischen Literatur.
Der Affenkönig Sun Wukong: Bis heute eine der populärsten Figuren der chinesischen Literatur. – (c) Reclam

Den Priester Tripitaka und seine Begleiter, Affenkönig Sun Wukong, Eber Bajie und den Sandmönch, kennt in China jedes Kind. Unzählige Bücher, Comics, Videospiele, Filme und TV-Serien haben den Stoff des Romans „Die Reise in den Westen“ aufgegriffen. Er ist im 16. Jahrhundert zur Zeit der Ming-Dynastie entstanden und zählt zu den vier klassischen Romanen Chinas. Erzählt wird darin, wie sich die vier oben erwähnten Pilger auf den langen, gefährlichen Weg in den Westen machen, um Buddha zu huldigen und heilige Schriften zu holen: Die drei haben sich nämlich im Himmel daneben benommen und sollen sich nun auf der Erde bewähren. Dank der Schweizer Übersetzerin Eva Lüdi Kong und dem Reclam-Verlag ist das 1300-Seiten-Werk nun zum ersten Mal deutschsprachigen Lesern voll zugänglich. Lüdi Kong hat dafür im März den Leipziger Buchpreis für Übersetzung bekommen – und sprach mit der „Presse am Sonntag“.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.06.2017)

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