Adalbert Stifter: Mit Filzpatschen im Eisregen der Welt

Sogar Foucault war sein Fan: Adalbert Stifter überwältigt mit Naturschilderungen und lehrt mit seiner Ordnungssucht das Grauen – auch 150 Jahre nach seinem Tod. Eine Erinnerung an Hagestolz, Brigitta und notorisch versäumte Sommer.

Stifter war ein grandioser Landschaftsmaler – in Worten mehr als in Bildern (hier ein undatiertes Werk).
Stifter war ein grandioser Landschaftsmaler – in Worten mehr als in Bildern (hier ein undatiertes Werk).
Stifter war ein grandioser Landschaftsmaler – in Worten mehr als in Bildern (hier ein undatiertes Werk). – (c) Ullstein Bild/picturedesk.com

Nachdem die Totenmaske gemacht war, hat man Stifter einen Streifen Papier um den Hals gelegt. Um die Stelle zu verdecken, wo er sich in der Nacht auf den 26. Jänner 1868 in Linz mit dem Rasiermesser aufgeschlitzt hat, während seine Frau, Amalia, kurz nicht im Zimmer war. Eine Todesart, die natürlich auch beim Begräbnis in Linz vertuscht wurde – bei dem ein gewisser Anton Bruckner den Chorgesang leitete.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.01.2018)

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