Nora Gomringer: „Ich schreibe MeToo-Monologe für Männer“

Lyrikerin und Neo-Bachmannjurorin Nora Gomringer über den wilden Streit um das angeblich sexistische „Avenidas“-Gedicht ihres Vaters – und warum ihr deshalb vor dem Wettlesen in Klagenfurt bangt.

Lyrik und Poetry Slam, Rezitation, Komposition, Videoprojekte – die 37-jährige Nora-Eugenie Gomringer ist so vielseitig wie originell. Und sie arbeitet nicht nur als Künstlerin – auch für Künstler. Seit 2010 leitet sie in Bamberg das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia.
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Lyrik und Poetry Slam, Rezitation, Komposition, Videoprojekte – die 37-jährige Nora-Eugenie Gomringer ist so vielseitig wie originell. Und sie arbeitet nicht nur als Künstlerin – auch für Künstler. Seit 2010 leitet sie in Bamberg das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia.
Lyrik und Poetry Slam, Rezitation, Komposition, Videoprojekte – die 37-jährige Nora-Eugenie Gomringer ist so vielseitig wie originell. Und sie arbeitet nicht nur als Künstlerin – auch für Künstler. Seit 2010 leitet sie in Bamberg das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia. – (c) Judith Kinitz

Keine Ruhe hat sie mehr, seit die Berliner Alice Salomon Hochschule diskutiert und dann beschlossen hat, das Gedicht „Avenidas“ ihres Vaters Eugen Gomringer zu entfernen, das heißt zu übermalen – weil der Satz „Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer“ zu sexistisch sei. Nora Gomringer, Dichterin und Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, Bachmann-Preisträgerin und 2018 Jurymitglied in Klagenfurt, hat wochenlang öffentlich gegen die Übermalung angeredet und angeschrieben. Heute klebt sie als Zeichen des Protestes Sticker mit dem Gedicht, wohin es ihr gefällt. Und verriet der „Presse“ unter anderem, wo sie das Gedicht am liebsten sehen würde.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.02.2018)

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