Wo prominente Autoren auf Shakespeare setzen

Macbeth auf dem Motorrad, Prospero als Häftlingsregisseur, Shylock als ergreifend trauernder Witwer: Autoren wie Margaret Atwood und Howard Jacobson haben zuletzt Shakespeare-Romane geschrieben – nun auch Jo Nesbø.

Lebenslang im Bann von Shakespeares „Sturm“: Die Kanadierin Margaret Atwood hat in ihrem Roman „Hexensaat“ (im Original: „Hag-Seed“, 2017) aus Prospero den Theaterdirektor Felix gemacht.
Lebenslang im Bann von Shakespeares „Sturm“: Die Kanadierin Margaret Atwood hat in ihrem Roman „Hexensaat“ (im Original: „Hag-Seed“, 2017) aus Prospero den Theaterdirektor Felix gemacht.
Lebenslang im Bann von Shakespeares „Sturm“: Die Kanadierin Margaret Atwood hat in ihrem Roman „Hexensaat“ (im Original: „Hag-Seed“, 2017) aus Prospero den Theaterdirektor Felix gemacht. – REUTERS

„Es ist eine dieser sich selbst erfüllenden Geschichten. Du hast es immer gewusst, dein ganzes Leben lang, dass du am Ende dazu verdammt bist, zu verlieren. Diese Gewissheit hat dich immer ausgemacht, Macbeth.“ Spricht Polizeiinspektor Duff zu Inspektor Macbeth, dem sich gerade die Spitze eines herabgestürzten Kronleuchters in die Schulter gebohrt hat. Unter der Einwirkung einer in Lady Macbeths Kasino eingebrochenen Dampflok. Nur ab und zu lässt der norwegische Bestsellerautor Jo Nesbø wie in diesen Sätzen den Shakespeare heraushängen. Man kann die Gemetzel im Krimi „Macbeth“ ganz ohne Königsdrama im Hinterkopf genießen; und die meisten Leser des soeben erschienenen Buchs werden das wohl auch tun. Er ist aus einer großartigen Idee geboren. 

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.09.2018)

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