Farb-Enzyklopädie: Von Venenblutrot und Zeisiggrün

Sie war die erste Farb-Enzyklopädie der Welt, begleitete Charles Darwin auf Reisen: „Werners Nomenklatur der Farben“ erscheint nun erstmals auf Deutsch: Sie bringt nicht nur Farben, sondern auch die Fantasie zum Leuchten.

Ein Ausschnitt aus einer Farbtafel, die der Pflanzenmaler Patrick Syme zu den Beschreibungen des deutschen Mineralogen Abraham Werner erstellte.
Ein Ausschnitt aus einer Farbtafel, die der Pflanzenmaler Patrick Syme zu den Beschreibungen des deutschen Mineralogen Abraham Werner erstellte.
Ein Ausschnitt aus einer Farbtafel, die der Pflanzenmaler Patrick Syme zu den Beschreibungen des deutschen Mineralogen Abraham Werner erstellte. – (c) Haupt Verlag

Charles Darwin bestieg 1832, im Todesjahr des leidenschaftlichen Farbenforschers Goethe, die Beagle, für eine fünfjährige Expeditionsreise zu den Inseln Madeira, Kanaren und Kapverden. Was er dort sah, notierte er minutiös. Über den Farbwechsel von Tintenfischen etwa schrieb er, dass Wolken „zwischen Hyazinthrot und Kastanienbraun“ über deren Körper hinwegliefen.

Um die Dinge, die er sah, zu beschreiben, hatte Darwin ein außergewöhnliches Buch mit – und keine Farbe beschrieb er, ohne darin nachzuschlagen: Es war die erste Farb-Enzyklopädie der Welt.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2018)

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