Denn ewig währt am längsten: „Die dicke Prinzessin Petronia“

Wenn man Saint-Exupérys Kleinen Prinzen zum Cousin hat: Katharina Greves Comic „Die dicke Prinzessin Petronia“ ist eine respektlos irdische Travestie von überirdischer Vergnüglichkeit.

Vergnügtes Gedränge höheren Unfugs: „Die dicke Prinzessin Petronia“.
Vergnügtes Gedränge höheren Unfugs: „Die dicke Prinzessin Petronia“.
Vergnügtes Gedränge höheren Unfugs: „Die dicke Prinzessin Petronia“. – Avant-Verlag

Seine Verwandtschaft kann sich bekanntlich niemand aussuchen. Entsprechend geht es uns auch mit unseren Nächsten: Wie gern sähen wir sie mitunter aus dieser Nähe möglichst weit entfernt. Was sich schon aus Gründen des Selbstschutzes empfiehlt. Schließlich weist jede Kriminalstatistik die meisten Gewalttaten dem engsten Familienkreis zu. Und selbst wenn's nicht gleich handgreiflich wird: Allein die beständige Referenz auf irgendwelche viel erfolgreicheren Teile der Sippschaft – Motto: Nimm dir ein Beispiel! – lässt mit der Zeit selbst im bestmeinenden Gemüt manifeste Abneigungen wachsen, fallweise sogar Mordgelüste wuchern.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2019)

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