Frankfurter Buchmesse: 156 heimische Verlage vertreten

Von 6. bis 10. Oktober präsentieren der Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels und die IG Autorinnen Autoren in Frankfurt heimische Neuerscheinungen. Bezüglich des Geschäfts ist man optimistisch.

Frankfurter Buchmesse: 156 heimische Verlage vertreten
Frankfurter Buchmesse: 156 heimische Verlage vertreten
Frankfurter Buchmesse: 156 heimische Verlage vertreten – (c) EPA (Frank May)

Bei der am 6. Oktober startenden Frankfurter Buchmesse werden sich 156 Verlage aus Österreich beteiligen, 40 davon präsentieren sich am Gemeinschaftsstand des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels. Auch die IG Autorinnen Autoren ist auf der Messe, die bis zum 10. Oktober laufen wird, vertreten: Unter dem Titel "Keiner gleich" wartet der Gemeinschaftsstand mit rund 600 Neuerscheinungen der Herbstproduktion von 145 heimischen Verlagen auf.

Eröffnet wird der Stand des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB) von Andrea Ecker, Kunstsektions-Leiterin im Ministerium. Optimistisch zeigt sich Gerald Schantin, Präsident des HVB, in einer Aussendung: "Der Buchhandel in Österreich steht derzeit gut da, die Stimmung bei den Verlagen ist positiv. Für die Frankfurter Buchmesse erwarten wir daher gute Geschäfte." Für den August verzeichnete der österreichische Buchhandel ein Umsatzplus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr, seit Jahresbeginn sei damit ein Plus von 4,2 Prozent zu beobachten, wie es in der Aussendung heißt.

Heimische Verlagen veröffentlichen weniger

Im Gegensatz zu dieser positiven Stimmung wies die IG Autorinnen Autoren auf den Rückgang von literarischen Veröffentlichungen in heimischen Verlagen hin. Seit 1999 konnte eine kontinuierliche Steigerung verzeichnet werden, bis auf eine kurze Stagnationsphase im Jahr 2005. 2010 allerdings wurden in 182 Verlagen 1647 neue literarische Titel veröffentlicht, 2009 waren es noch 1836, wie die IG Autorinnen Autoren mitteilte.

Erstmals sind in diesem Jahr am Stand der IG Autorinnen Autoren die Oberösterreichischen Verlage sowie die bisher mit einem eigenen Stand vertretene Zeitschrift "Buchkultur" zu finden. Das Veranstaltungsprogramm umfasst Lesungen von u.a. Eva Rossmann oder Georg Haderer sowie Gespräche mit heimischen Verlegern. Neben den ausgestellten Büchern bietet der Neuerscheinungskatalog "Die Literatur" einen Überblick über aktuelle österreichische Veröffentlichungen. Auf 176 Seiten sind dort 3510 Titel heimischer Verlage aufgelistet, etwa die Hälfte davon Neuerscheinungen aus 2010.

Der einzige österreichische Anwärter auf den Deutschen Buchpreis, Doron Rabinovici, wird bei der Buchmesse sowohl am 7. als auch am 9. Oktober aus seinem nominierten Roman "Andernorts" lesen.

(Ag.)

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