Kurioser-Buchtitel-Preis für Frauenversteher-Buch

"Frauen verstehen in 60 Minuten" ist zum kuriosesten Buchtitel 2011 gekürt worden. Geschrieben hat das Buch eine Frau. Der Kabarettist Gunkl ist mit "Tip des Tages: zehn Jahre" leer ausgegangen.

KurioserBuchtitelPreis fuer FrauenversteherBuch
KurioserBuchtitelPreis fuer FrauenversteherBuch
(c) Erwin Wodicka - wodicka@aon.at (Erwin Wodicka)

Das Sachbuch "Frauen verstehen in 60 Minuten" der Münchner Autorin Angela Troni darf sich seit mit der Auszeichnung "Kuriosester Buchtitel des Jahres 2011" schmücken. Das hat die Jury, bestehend aus Komiker Eckart von Hirschhausen, Sprachhistoriker Bodo Mrozek und ZDF-Moderatorin Luzia Braun, bei der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben. Der kurioseste Buchtitel wurde bereits zum vierten Mal von der Redaktion von Schotts Sammelsurium in Kooperation mit dem Magazin BuchMarkt verliehen.

Das im Thiele Verlag erschienene Buch führt in die Kunst ein, die feinen Nuancen der weiblichen Kommunikation zu erkennen und zu deuten, so die Jury. Sie begründete ihre Entscheidung u.a. damit, dass Troni "den Geschlechterkampf gewissermaßen im Schnellkochtopf" aufbereitet.

Das lustigste an dem Titel sei: "Es hat eine Frau geschrieben. Oder ist es ein Pseudonym von Mario Barth?" Der deutsche Comedian zeichnet unter anderem für das Buch "Langenscheidt Deutsch - Frau / Frau - Deutsch: Schnelle Hilfe für den ratlosen Mann" verantwortlich.

Sechs Titel auf der Shortlist

Auf die Shortlist hatten es sechs Autoren geschafft, darunter auch der österreichische Kabarettist und Autor Günther Paal alias "Gunkl".

Die Shorlist:

  • Angela Troni "Frauen verstehen in 60 Minuten"
  • Günther Paal "Tip des Tages: zehn Jahre"
  • Nina Maria Marewski "Die Moldau im Schrank"
  • Christiane Kautz "Kaninchen besser verstehen: Verhalten beobachten und Probleme lösen"
  • Marie-Claude Paume "Grün, wild und schmackhaft: Lebendige Nahrung gratis aus der Natur"
  • Hartmut Vollmer "Die literarische Pantomime: Studien zu einer Literaturgattung der Moderne"

Über die Website des Preises konnte ursprünglich aus einer Longlist von 20 Büchern mit schrägen Titeln unabhängig von ihrem Inhalt abgestimmt werden.

Die Gewinner vergangener Jahre

2010: Hallgrímur Helgason "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und den Abwasch zu beginnen"
2009: Mischa-Sarim Vérollet "Das Leben ist keine Waldorfschule"
2008: Stephan Harbort "Begegnungen mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer"

(Ag./Red.)

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